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Schmitz Cargobull AG gewinnt MX-Award 2013: Werk in Vreden überzeugt mit Führungsstil

Schmitz Cargobull setzt auf das Know-how seiner Mitarbeiter. Die Facharbeiter entwickeln in Workshops optimierte Arbeitsabläufe. Das spart nicht nur Zeit, sondern steigert gleichzeitig die Qualität. Mit dieser Unternehmensphilosophie hat das Schmitz Cargobull Werk in Vreden den Benchmarking-Wettbewerb "Manufacturing Excellence Award 2013" in der Kategorie "Prozessinnovation“ gewonnen. Der begehrte Image-Award wird unter dem Motto „Stärken erkennen – Maßstäbe setzen" verliehen, um die Kommunikation von Best Practices zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu fördern.

"Jeder Mitarbeiter bringt sich in die Gestaltung und damit den Erhalt seines Arbeitsplatzes aktiv ein" – diese Erfolgsformel von Schmitz Cargobull überzeugte die hochkarätige Jury. "Mitarbeiter wissen oft besser als die Führungsriege, wo es konkrete Probleme im Arbeitsablauf gibt. Wir rücken ihr Können und Wissen in den Mittelpunkt", erklärt Geschäftsbereichsleiter Michael Timmermann. In 250 bis 400 Workshops jährlich bringen Mitarbeiter und geschulte Moderatoren Ideen zu optimierten Arbeitsprozessen ein. Dazu zählt beispielsweise auch, dass Mitarbeiter die für konkrete Arbeitsschritte benötigte Zeit selbst festlegen und nicht vorgeschrieben bekommen.

Der Erfolg dieser Herangehensweise kann sich sehen lassen: "Noch vor zehn Jahren vergingen sechs bis zwölf Wochen vom Auftragseingang bis zur Auslieferung. Heute sind es sieben Tage – trotz der 13 Millionen möglichen Varianten. Ganz gleich, ob wir einen Sattelkoffer mit Kühlfunktion oder ein Fahrzeug für Trockenfracht produzieren", berichtet Fertigungsleiter Jürgen Mehlmann.

Die Neuausrichtung, war für Schmitz Cargobull ein langer Lernprozess. Um dem Druck am Markt standzuhalten, ließen sich die Verantwortlichen beraten, inwiefern eine stärkere Integration der Mitarbeiter das Arbeitsergebnis optimiert. Schrittweise stellte Schmitz Cargobull die Arbeitsabläufe ähnlich den japanischen Methoden aus der Pkw-Industrie um. "Seitdem legen wir großen Wert darauf, das Wissen der Mitarbeiter zu integrieren. Verbesserungen können nur greifen, wenn die Probleme erkannt und Potenziale identifiziert werden", resümiert Michael Timmermann.

Nach seinem gleichnamigen Vorbild aus Großbritannien prämiert der MX-Award Deutschland seit 2004 innovative Industrieunternehmen. Eine unabhängige Jury, die sich aus Vertretern aus Wissenschaft, Industrie und Medien zusammensetzt, zeichnet dabei in sieben Kategorien herausragende Best-Practice-Lösungen aus. Ziel des MX-Awards ist es, ein branchenübergreifendes Netzwerk von Experten aus Wissenschaft und Praxis aufzubauen, um den Produktionsstandort Deutschland und seine internationale Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken.

Foto

Schmitz Cargobull

Datum

16. Dezember 2013
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