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Schadenmanagement von HDI-Gerling: Mit K-Control die Flotte im Blick behalten

Der Versicherer HDI-Gerling setzt auf den Internet-Highway, um die Straßen sicherer zu machen. Denn mit der Web-Anwendung K-Control haben die Kunden ihre Flotte besser im Blick.

Es ist gar nicht so einfach, alle schadenrelevanten Faktoren in einer Flotte im Blick zu haben. Das dachten sich auch die Versicherungsexperten bei HDI-Gerling und entwickelten eine Web-Anwendung fürs Fuhrpark-Schadenmanagement. K-Control nennt sich die Online-Lösung, die nicht nur mehr Transparenz verspricht, sondern vor allem auch den Nutzern die Chance eröffnen soll, die Kosten zu senken. Wobei die Nutzung des Online-Portals für die Kunden kostenlos ist.

"Die Idee dahinter ist nicht neu. HDI-Gerling hatte schon vor Jahren so ein Werkzeug – allerdings nicht online", berichtet Jens Könemann, Leiter des Bereichs Sicherheitstechnik Kraftfahrzeuge bei der HDI-Gerling Industrie Versicherung. Natürlich stehe man als Versicherer aber immer in engem Dialog mit den Kunden. "Daraus ist dann die Idee entstanden, das Ganze online abzubilden und die Infos so möglichst tagesaktuell zugänglich zu machen."

Kriterien variieren von Flotte zu Flotte

Doch welches sind eigentlich die Stellschrauben, an denen es sich in einem Fuhrpark zu drehen lohnt? Eine Frage, die nur individuell beantwortet werden kann. Denn die Kriterien variieren von Flotte zu Flotte. Eines ist aber für jeden Kunden gleich: Er erhält einen umfassenden Überblick über alle Schäden – darunter auch die, die er gar nicht der Versicherung meldet. Denn nur auf diese Weise lassen sich die Flotte und ihre Rentabilität analysieren. Um das zu erreichen, stellt HDI-Gerling alle bisherigen Fahrzeug- und Schadendaten zur Verfügung. Der Fuhrparkverantwortliche des Unternehmens kann diese Informationen gegebenenfalls durch weitere Fuhrpark- und Fahrerdaten aktualisieren.
Dabei gibt K-Control aber nicht nur einen detaillierten Rückblick. Zusätzlich lässt sich die Online-Lösung auch zum Abwickeln aktuell anstehender Schäden nutzen. So kann der Nutzer einen Unfall auch online mit K-Control melden.

Natürlich kann das Web-Tool aber auch von mehreren Personen innerhalb eines Unternehmens genutzt werden, braucht es als Zugang doch lediglich eine Internetverbindung sowie einen Webbrowser – und nicht zu vergessen einen Nutzernamen samt Passwort, um sich anmelden zu können. Doch damit nicht genug: Darüber hinaus gibt es verschiedene Nutzergruppen mit unterschiedlichen Rechten im System. Wer welche Einblicke erhält und was eingeben darf, kann in Absprache mit dem jeweiligen Fuhrparkverantwortlichen des Unternehmens geregelt werden.

Stammdaten als Basis

Doch wie ergeben sich die Vorteile dieser gesamtheit­lichen Betrachtungsweise? Die Basis bilden die Stammdaten zu den Fahrern, Fahrzeugen und den Versicherungsverträgen. Darüber hinaus fließen natürlich auch die Einsatzarten der Lkw sowie eine Liste der beteiligten Fahrzeuge und Fahrer an Unfällen in K-Control ein.

Darin enthalten sind auch die Unfallursachen und -orte, die Schadenhöhe, aber auch die statistische Verteilung nach Monaten, Wochentagen und der Tageszeit. Nicht zu vergessen auch die Art der Schäden (Haftpflicht, Voll- oder Teilkasko). Wobei wie gesagt auch Schäden erfasst werden können, die unterhalb der Selbstbeteiligung liegen und daher nicht gemeldet werden.

"Interessant ist vor allem die Vielzahl an Reportings, die sich der Kunde vom System ausgeben lassen kann. Aus so einem Bericht lässt sich dann beispielsweise herauslesen, ob eine bestimmte Fahrzeugart oder auch Fahrergruppe überdurchschnittlich in Unfälle verwickelt ist", erklärt Könemann. Daraus wiederum würden sich unter Umständen entsprechende Maßnahmen ableiten lassen, um die Schadenhäufigkeit zu senken.
Könemann rät hier etwa zu Fahrerschulungen sowie zu entsprechenden technischen Sicherheitssystemen im Lkw, "die leider immer noch viel zu wenig nachgefragt werden". Wobei HDI-Gerling den Versicherungsbeitrag nicht senkt, nur weil ein Kunde entsprechende Maßnahmen einleitet. Die Vorteile würden sich hier schließlich ganz von alleine ergeben.

K-Control zeigt tatsächlichen finanziellen Schaden

Neben den reinen Unfallkosten eröffnet K-Control dem Nutzer aber auch einen Einblick in den tatsächlich entstandenen finanziellen Schaden. Dazu gehören unter anderem die Bearbeitungskosten im eigenen Unternehmen, der Umsatzverlust, die Kosten für Leihfahrzeuge sowie die Bergungs- und Abschleppkosten, aber auch eventuelle Folgekosten.

Aber auch dann, wenn keine Unfälle passieren, erweist sich K-Control als nützliches Werkzeug. Schließlich unterstützt das Online-Tool den Fuhrparkverantwortlichen zudem bei seinen gesetzlichen Pflichten rund um die Halterhaftung. So lassen sich dort zum Beispiel zusätzlich die Führerscheindaten dokumentieren. Denn auch diese gilt es laut Könemann immer im Blick zu behalten.  

Portraits

Autor

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Viktor Gmyria/Fotolia, Lorenz Timm/Fotolia

Datum

9. September 2014
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Prof. Dr.-Ing. Heinz-Leo Dudek, Experte für Telematik Heinz-Leo Dudek Telematik
Prof. Dr. Dudek ist Studiengangsleiter für das Wirtschaftsingenieurwesen an der DHBW Ravensburg… Profil anzeigen Frage stellen
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