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Scania Zentrallager Opglabbeek: Hoher Einsatz für Ersatzteile

Das Zentrallager von Scania ist ein perfekt organisierter Kosmos. Von dort aus gehen die Ersatzteile auf die Reise zu den Servicepartnern in Deutschland.

Hinter jedem zufriedenen Kunden des Nutzfahrzeug-Herstellers Scania steht auch eine perfekt organisierte Werkstatt, die Reparaturen gewissermaßen im Handumdrehen erledigt. Der Service für den Greif steht und fällt mit der Verfügbarkeit der Ersatzteile. Dass ein Mechaniker einen Kunden wegen eines fehlenden Teils vertröstet, wäre in der Scania Organisation eine kleine Katastrophe. Damit die Lagerbestände bei den Servicepartnern stets auf dem Laufenden sind, betreiben die Schweden einen enormen Aufwand. Eine Schlüsselrolle spielt dabei das Scania Zentrallager im belgischen Opglabbeek in der Provinz Limburg. Das weitläufige Areal beherbergt mehrere Lagerhallen, in denen zusammen mehr als 16 Fußballfelder Platz finden würden.

Von dort aus gehen Ersatzteile, Zubehör, Werkstattausrüstung und Lifestyle-Artikel rund um Lkw, Bus und Motoren hinaus in die Welt. Auch die rund 155 Scania Servicestützpunkte in Deutschland haben einen direkten Draht zum Zentrallager. In welchen Dimensionen sich die Logistik für diese Klientel abspielt, verdeutlichen die jüngsten Kennzahlen aus Opglabbeek.

Mehr als 115.000 Produkte im Zentrallager

Übers Jahr kommen rund 700.000 Orderlinien zusammen, was mehr als 42.000 Sendungen mit rund 180.000 Packstücken entspricht. Mit rund 78 Prozent geht ein großer Teil der Bestellungen auf das Konto der Lagerhaltung bei den Scania Partnern. Der Rest sind vor allem sogenannte Dayorders, bei denen die Logistiker im Lager aufgrund der ambitionierten Zeitfenster den Service-Turbo einschalten müssen. Ein bis 18 Uhr geordertes Teil soll schon am nächsten Morgen bis sieben Uhr vor Ort in der Werkstatt sein.

Unterm Strich hält das Zentrallager mehr als 115.000 Produkte vor. Dazu gehören auch Teile für Auflieger, Ladebordwände und Hydraulik, die Scania Partner wie Schmitz Cargobull und Meiller zur Bevorratung bereitstellen. Auch hochwertige Gebrauchtteile für eine zeitwertgerechte Reparatur von älteren Scania Nutzfahrzeugen lassen sich per Vorratsorder über das Zentrallager bestellen. Die Teile werden dann vom Used Parts Centre in Opglabbeek zugeliefert. Für die Logistiker im Zentrallager besteht letztlich eine Meisterleistung darin, angesichts der Fülle von Teilen den Durchblick zu behalten. Im Lager selbst sieht man diesen Aspekt gelassen.

Dreischichtbetrieb rund um die Uhr

Ein Profi würde schließlich jederzeit eine Nadel im Heuhaufen finden – vorausgesetzt, Produkt und Lagerplatz sind über ihre Barcodes im Lagersystem eindeutig einander zugeordnet. Ein halbes Dutzend Teams sind im Dreischichtbetrieb rund um die Uhr durchschnittlich mit jeweils 15 Mitarbeitern pro Team und Schicht auf der Lagerfläche unterwegs. Rund 160 Schubmaststapler, Nieder- und Hochhubwagen, Schlepper und Kommissionierer wuseln dann durch die Hallen. Die Mitarbeiter stellen mit flinken Fingern Transportverpackungen bereit, kommissionieren Schrauben, Frontscheiben und Wasserpumpen, verpacken Güter und spielen Software auf Bordcomputer auf. Das Lager selbst ist in sechs verschiedene Zonen eingeteilt.

Eine davon ist zum Beispiel Einzelteilen vorbehalten, die mehr als 15 Kilogramm auf die Waage bringen. Eine andere ist hingegen für Gefahrstoffe ausgelegt. In der High-Value-Zone finden sich besonders wertvolle Ersatzteile. Im Picking-Magazin schließlich versammeln die Staplerfahrer die Bestellungen für die Kunden. Sind dann alle Orders für einen Bestimmungsort akkurat verpackt, gehen die Paletten zur Beladung in die Auslieferungshalle. Dort herrscht spätestens gegen 18 Uhr Hochbetrieb. An den Toren warten zu diesem Zeitpunkt schon rund 50 Lkw auf die Verladung. Ab Punkt 19 Uhr schlägt dann die Stunde der Transportdienstleister.

Autor

Foto

Martin Daniels

Datum

20. Oktober 2016
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