Scania XT 20 Bilder Zoom
Foto: Johannes Roller

Scania XT

Der neue Scania für den Bau

Mit dem XT baut Scania seine jüngste Lkw-Generation weiter aus. Von der neuen Vielfalt sollen nun die Kunden aus der Baubranche profitieren.

Orange kehrt zurück: In der altehrwürdigen Marcus-Wallenberg-Halle im Werk Södertälje hat Scania der europäischen Nutzfahrzeugpresse die neue XT-Baufahrzeuggeneration vorgestellt. Die Lkw fürs Grobe präsentieren sich robust, praxisgerecht, vielfältig und in knalligem Orange lackiert, mit diagonalem XT-Schriftzug auf beiden Seiten der Kabine. Die Farbe Orange zeigt zum einen, wohin die Reise geht – nämlich auf den Bau mit seiner Fülle an Transportaufgaben. Zum anderen ist der Lack eine Hommage an die Farbgebung früherer Scania-Generationen, berichtete Marko Konschin, Teamleader Finishing Paintshop.

Mit dem XT ist Scania bei der Einführung der jüngsten Lkw-Generation, die 2016 mit den neuen Fernverkehrsmodellen der Baureihen S und R begonnen hat, einen großen Schritt weiter. Bis 2019 soll die neue Lkw-Generation auf allen Märkten etabliert sein.

Was neben dem Farbton sofort ins Auge sticht, sind die vergitterten Frontscheinwerfer, die weit nach vorne ragende schwarze Stoßstange, die verstärkten Seitenspiegel, die beidseitig an Stelle der Außenstaufächer angebrachten Tritte (optional, vor allem für Kipper interessant), die dazugehörigen Haltegriffe innen und außen unweit der oberen Türrahmen sowie das hoch empor ragende Auspuffrohr. Im Kühlergrill findet sich ein schwarzes, orange umrandetes "XT". Doch Vorsicht: Der XT ist keine eigene Baureihe, sondern bezeichnet die Offroad-Ausführungen der bestehenden Baureihen P, G, R und S.


Das XT-Paket passt zu allen Baureihen

Grundsätzlich ist das XT-Paket mit allen Baureihen, Motor- und Kabinenvarianten von Scania kombinierbar. Es dürften also kaum Kundenwünsche offen bleiben. Alleine was die Baureihen und Kabinengrößen betrifft, sind 19 verschiedene XT-Variationen möglich. Die Kunden können zwischen verschiedenen Ausstattungspaketen für Interieur und Exterieur wählen. Das Exterieur-Paket umfasst die robusten Rückspiegel (erkennbar an den Querrillen im Kunststoff), eine äußere Sonnenblende und zusätzliche, versenkte Dachleuchten.

Zum Interieur-Paket gehören beispielsweise Recaro-Sitze mit strapazierfähigem Stoff, orangefarbenen Nähten und "XT" an der Kopfstütze, Gummimatten mit hohen Kanten, Staufächern oben im Heck und ein Element zur Erweiterung der Instrumententafel, falls spezielle Aufbauten dies erfordern. Optional sind außerdem zwei elegant geschwungene Alubügel mit Netzen und einer Stautasche für die Rückwand erhältlich sowie zusätzliche Nachtschlösser für die Türen und eine LED-Spielerei, die bei geöffneter Tür ein "T" auf den Boden zu Füßen von Fahrer oder Beifahrer zaubert.

Die stählerne Stoßstange weist nach vorne einen Überstand von 150 Millimetern auf und trägt damit wesentlich zur robusten Optik bei. Sie ermöglicht laut Scania einen Böschungswinkel von circa 25 Grad. Hinzu kommt eine Unterbodenschutzplatte. Die Frontkupplung findet sich hinter dem klappbaren Nummernschild und ist für 40 Tonnen Zuglast ausgelegt. "Das bietet kein anderer Hersteller", erklärte einer der Fahrinstruktoren stolz.

Ambitioniertes Programm

Einmal mehr wird deutlich: Mit dem XT untermauern die Schweden ihren Anspruch, die Rolle, die sie im Fernverkehr spielen, auch im Nahverkehr einnehmen zu wollen. "Mit dem Scania XT als klare Speerspitze für alle Produkte und Dienstleistungen, die wir jetzt einführen, erhoffen wir uns, auch potenzielle Kunden in der Baubranche in jenen Ländern zu erreichen, in denen wir marktanteilsmäßig derzeit nicht immer an der Spitze stehen", sagte Anders Lampinen, Product Director Construction.

Die Lösungen, die Scania mit dem XT-Paket anbietet, richten sich sowohl nach den überaus vielfältigen Aufgaben der Baubranche als auch nach den Besonderheiten der europäischen Märkte. So stehen im Scania-Demo-Center bei Södertälje die unterschiedlichsten Demo-Fahrzeuge bereit, die eigens und in enger Kooperation mit namhaften Aufbauherstellen gefertigt wurden: Kipperzüge (6x4), Kippsattelzüge, Fahrmischer, Kranwagen, Wechsellader, Tieflader, Kurzholztransporter; Vierachskipper (8x4) mal mit Trommelbremsen (nunmehr elektronisch angesteuert) und robuster Gesteinsmulde für den italienischen Markt, mal mit Scheibenbremsen und Meiller-Brücke für deutsche Kunden; XT mal mit frontalem Unterfahrschutz zusätzlich zur Stoßstange, mal ohne; XT mal mit hauseigenem automatisiertem Schaltgetriebe (optional auch mit Kupplungspedal), mal mit Allison-Vollautomat und Allradantrieb. Sie alle warten nun auf ein paar Tausend Scania-Kunden aus ganz Europa, die in den nächsten Wochen der Einladung nach Södertälje folgen, um die neuen Bauprofis kennenzulernen.

Johannes Roller, Redakteur FERNFAHRER

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Datum

7. September 2017
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