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Scania, Lamberet und Carrier Transicold: Teamarbeit zur CO2-Reduktion

Lamberet präsentiert im Schulterschluss mit Scania und Carrier Transicold auf der IAA das urbane Fahrzeugkonzept "Zero Petroleum".

Der französische Trailerhersteller Lamberet blickt auf der IAA auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2015 zurück. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen im vergangenen Jahr in weltweit 38 Länder rund 6.200 Fahrzeuge abgesetzt – darunter 2.300 Sattelauflieger, 1.400 Sattelzugkombinationen und 2.500 Transporterlösungen. Damit sei der Umsatz im Vergleich zu 2014 mit 167 Millionen Euro um 23 Prozent gestiegen. Eine ähnlich positive Entwicklung erwartet der 2015 von der chinesischen ACIC-Gruppe übernommene Kühlspezialist auch für das laufende Geschäftsjahr. Dort erwartet man nach eigenen Angaben mit 200 Millionen Euro ein weiteres Umsatzplus von 20 Prozent – bei einem bereinigten Gewinnzuwachs von mehr als fünf Prozent.  

Lenkachssystem spart Kraftstoff

Diesen Aufwind hat Lamberet genutzt, um auf der IAA 2016 den neuen SR-2 X City 27 vorzustellen. Der Kühlauflieger verfügt über das neue Lenkachssystem X-Steering, das durch den verringerten Reifenreibwert in engen Stadtverkehren bis zu zwölf Prozent Treibstoff einsparen soll. 

Der City-Sattel für die urbane Distribution ist Teil eines Gesamtfahrzeugkonzepts "Zero Petroleum", bei dem Lamberet mit dem Lkw-Hersteller Scania und dem Hersteller für Transportkühlaggregate Carrier Transicold zusammengearbeitet hat. Ziel der Kooperation ist es den CO2-Ausstoß urbaner Frischetransporte zu reduzieren.

Als ziehende Einheit kommt dabei ein Scania G 340 Sattelzugmaschine mit CNG-Aggregat (Compressed Natural Gas) zum Einsatz – ein Antrieb aus dem Scania-Motorenprogram für alternative Kraftstoffe. Der emissionsarme Erdgas-Motor verfügt über eine AGR-Abgasreinigung und bringt bei einer Kraft von 340 PS ein Drehmoment von 1.600 Newtonmeter auf die Antriebswelle.

Hydraulisches System treibt Generator an

Angeschlossen an den Nebenantrieb des Scania sorgt das neue Eco-Drive-Modul von Carrier Transicold für die Vector Kältemaschine für die entsprechende Transportkühlung des Zero Petroleum-Sattelzugs. Angetrieben wird die Anlage mittels einer Hydraulikpumpe, die mit dem Nebenabtrieb des Lkw-Motors verbunden ist. Die Energie für die Anlage liefert ein hydraulisches System des Lkw, das den Generator antreibt und das Aggregat mit Strom versorgt. Vorteil des neuen Systems: durch die Anbindung an den Antrieb benötigt die Vector Kältemaschine von Carrier keinen eigenen Motor, was den Spritverbrauch des "Zero Petroleum"-Sattelzugs deutlich reduzieren soll. 

Knut Zimmer

Autor

Foto

Jeffrey van der Vaart, Scania

Datum

30. September 2016
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