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Scania Herpa Monument Truck: Fabelhafte Welt

Das gibt‘s in der Supertruck-Szene nur einmal: Seit mehr als zwölf Jahren rollt der "Monument-Truck" durch die Lande. Und ganz aktuell hämmern die Herpa-Zwerge sogar an einem Silo herum.

Das gibt‘s in der Supertruck-Szene nur einmal: Seit mehr als zwölf Jahren rollt der "Monument-Truck" durch die Lande. Und ganz aktuell hämmern die Herpa-Zwerge sogar an einem Silo herum.

Airbrush-Künstler Walter Rosner

Jürgen Schmid und sein Herpa-­Monument-Truck – das gehört einfach zusammen. Anfang 2002 verließ der Kühlkoffer-Sattelzug als erstes Fahrzeug das neu erbaute Atelier des Airbrush-Künstlers Walter Rosner aus Mitterteich. Zu dieser Zeit existierte übrigens noch kein einziger der derzeit 13 Herpa-Geschichtstrucks, von den weit über 150 anderen Lastzügen und Trucks, die Walter in dieser Phase erschuf, einmal ganz abgesehen.
Die Zeit verging. Das zeigt sich auch an Daniel. Der Sohn von Transportunternehmer Jürgen aus Teublitz in der Oberpfalz war 2002 noch ein kleiner neunjähriger Bub. Jetzt sitzt er beim Fototermin für den neuen Silo bereits hinter dem Lenkrad des Scania.
Drei Jahre nach der Premiere tauschte Jürgen seinen Scania 164 580 gegen einen R 580 ein. Und 2011 war dann wieder ein Wechsel nötig. Arbeits- und Laufleistung fordern eben ihren Tribut. Auch der aktuelle Scania R 500 hat bereits 460.000 Kilometer auf der Tachouhr.

In Gesellschaft der Zwerge

Doch bei jeder Veränderung blieb eins immer gleich: Walter passte jeweils die Lackierungen an und Jürgen hat die Zugmaschinen entsprechend auf- und umgebaut.
Letztendlich gab es nur ein paar Unterbrechungen, in denen der Transportunternehmer nicht hinter dem Steuer des Monument-Trucks saß. Alle anderen Sattelzüge, die sich im Laufe der Zeit in seinem Fuhrpark befanden, bereiteten ihm einfach nicht die gleiche Freude, auch wenn sie ebenfalls komplett lackiert waren. Jürgen kehrte früher oder später stets zu seinem "Monument" und in die Gesellschaft der Zwerge zurück.

In letzter Zeit entstand in der Spedition Bedarf für einen ganz normalen Silo. Der fein lackierte Kühlkoffer wird nur noch von Zeit zu Zeit eingesetzt. Logisch, dass sich die Herpa Miniaturmodelle GmbH und Jürgen schon vor ein paar Monaten entschlossen, das Anhängsel wieder im Monumentstil zu gestalten und zu lackieren.

Zwerge hauen die bekannten Buchstaben aus dem Fels

Die Geschichte der putzigen Zwerge ist so lustig wie eh und je. Der Dietenhofener Modellautospezialist hat sich wohl vorgenommen, die ehemalige Leibgarde von Schneewittchen vor der drohenden Arbeitslosigkeit zu bewahren, nachdem sich diese bekanntlich ihren Traumprinzen geangelt hatte. Damit waren die kleinen Bartträger ihrer wichtigsten Aufgabe beraubt. Doch jetzt haben sie den großen Auftrag bei Herpa an Land gezogen: Sie hauen in ihrem Steinbruch mit Hammer und Meißel die bekannten Buchstaben aus dem Fels.

Die Erdmännchen kommen ins Spiel

Zeigte der Kühlkofferauflieger noch die gerade – oder fast – beendeten Bauarbeiten des Herpa-Schriftzuges, so datiert der Siloauflieger chronologisch gesehen viel früher.
Hier ist auf der Beifahrerseite gerade einmal das Terrain für das spätere Monument abgesteckt. Die ersten Sprengungen sind in vollem Gange. Die Fahrerseite lässt das spätere Werk bereits erahnen. Nach Zwergenart ist die Baustelle ein planloses Durcheinander und Chaos. Geordnete Abläufe? Hier? Komplette Fehlanzeige.
Jeder kennt mittlerweile die von Walter   erdachten Zwerge. Dabei waren sie im ersten Entwurf für den Monument-Truck noch nicht einmal vorgesehen. Die ersten Zeichnungen und Skizzen zeigen nur den aus dem Fels gehauenen Herpa-Schriftzug und das Spiel mit der Sonne. Als sich Walter aber mit dem Thema intensiv auseinandersetzte, entstand schnell die Frage, wer dieses Monument  wohl erschaffen haben könnte. So kamen schließlich die Erdmännchen ins Spiel.

Jede Version des Monument-Trucks gibt es im verkleinerten Maßstab

­Herpa hat die letzten zwölf Jahre jede Version des Monument-Trucks im verkleinerten Maßstab umgesetzt und produziert. Bei versierten Sammlern dürften somit bereits mehrere Lkw in den Vitrinen parken. Auch der neue Sattelzug wird mit seinem 37 Kubikmeter großen Silo bald über die Ladentheken der Modellautohändler rollen. Im echten Leben transportiert Jürgen im Auftrag von Heidelberg-Cement Kalk, Zement und Flugasche. Er ist also fast in der gleichen Branche unterwegs wie seine Rauschebärte.

Anlaufstelle sind Betonmischanlagen und Baustellen

Jürgens Anlaufstellen sind Betonmischanlagen und Baustellen. Auch Daniel sitzt immer mal wieder hinter dem Lenkrad des Scania-Sattelzuges. Gelegentlich kommt auch noch der altehrwürdige Kühlauflieger für ein paar Touren zum Einsatz. Mittlerweile spielt Jürgen ernsthaft mit dem Gedanken, einen weiteren Silo-Sattelzug auf die Beine zu stellen. Aufträge gäbe es genug, die diese Investition rechtfertigen. Wir sind gespannt, welche Jobs dann auf die Zwerge zukommen.










DER TRUCK

Scania R 500 Topline;

Erstzulassung: November 2010;

Leistung: 500 PS/368 kW; Laufleistung: 460.000 km;

Besitzer:  Jürgen Schmid Transporte, Teublitz, Deutschland;

Fahrer: Jürgen Schmid, Teublitz, Deutschland, Daniel Schmid, Teublitz, Deutschland;

Lackierung & Airbrush: Walter Rosner, Mitterteich, Deutschland;

Innenausstattung: Jürgen Schmid, Teublitz, Deutschland;

Trailer: Kühlkofferauflieger von Schmitz, EZ 02/2000; Siloauflieger von Spitzer, EZ 03/2014;

Aufgabengebiet: bayernweite Transporte von Kalk, Zement und Flugasche, sporadische Transporte mit Kühlauflieger

Autor

Datum

16. Dezember 2014
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