Scania Road Trip 14 Bilder Zoom

Scania - finnischer "Road Trip" durch die USA: The All American

Der Finne Visa Valkonen und sein Scania „Road Trip“ laden ein auf eine Spritztour zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Vereinigten Staaten.

Riesenpostkarte aus den USA – das wäre die passende Beschreibung für den Scania von Visa Valkonen. Was es sonst nur auf einer Reise von mehreren 1.000 Meilen zu besichtigen gibt, packte Airbrusher Simo Riikonen auf eine Länge von gerade 2 mal 25 Metern zusammen.

Von Alaska bis New York und von Florida über South Dakota bis nach Nevada und Kalifornien geht der abenteuerliche Trip. Unterwegs ist der Betrachter entweder mit einem Schlittenhundegespann entlang des Yukons, mit einer Pferdekutsche durch die Wüste Nevadas oder auf einem Surfboard vor der Küste Floridas.

Auf der Reiseroute liegen Sehenswürdigkeiten wie das Mount Rushmore National Memorial mit den vier in Stein gehauenen amerikanischen Präsidenten George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln.

Außerdem dürfen die Freiheitsstatue in New York oder die bekannte Bay Bridge, die die Städte San Francisco und Oakland verbindet, nicht fehlen. Dem bunten Treiben in Las Vegas und den verschiedenen Arten des Glücksspiels widmete Simo Riikonen sogar die gesamte Fahrerseite des Scania.

Vier monatige Lackierarbeiten

Selbst die aufwendige Deckenkonstruktion im Inneren der Fahrerkabine ist dem Original in einem Casino in Las Vegas nachempfunden! Der Scania R 560 ist mittlerweile der zweite komplett lackierte Lastzug von Visa Valkonen.

Während der Finne seinen ersten Showtruck, den „Viking“, noch über mehrere Etappen hinweg realisierte, entstand der neue Road Train gerade einmal ein Jahr später und in nur einem Arbeitsgang.

Über vier Monate lackierte Simo Riikonen aus Pori an dem auffälligen Truck in schimmerndem Perlmuttlack. Das knallige Orange leuchtet je nach Sonneneinfall sogar in verschiedenen Facetten. Der Künstler verschönert schon seit über 40 Jahren Autos, Motorräder und Trucks, obwohl der gelernte Automechaniker nie so etwas wie eine Kunstschule besucht hat. Lediglich einen Airbrushkurs leistete sich der rührige Finne, der in seinem Metier mittlerweile längst zu einer kleinen Legende geworden ist.

Selbst das Nummernschild wurde bearbeitet

Den Rest eignete er sich selbst an. „Ich lerne auch heute noch bei jedem Projekt etwas Neues dazu!“, verrät er. Bereits 1970 lackierte er seinen ersten Pkw, etwas später folgte dann der erste Lkw, ein Sisu-Holztransporter. Jahrzehntelang drückte Simo Riikonen vor allem der Truck-Szene seinen Stempel auf.

Ohne seine Werke wären heute so namhafte Truckfeste wie die „Nordic Trophy“ in Schweden oder die „Power Truck Show“ in Finnland zu ihren Anfangszeiten nicht denkbar gewesen. Für das schicke Exterieur an der langen Finnenkombination sorgte wieder der aus Visa Valkonens Nachbarschaft stammende Zubehörspezialist „Custom Parts“. Bei vielen Anbauteilen handelt es sich um handgefertigte Unikate.

Auf dem Dach des Scania ist fast kein Plätzchen mehr frei. Ein riesiger Lampenbügel, sechs Zusatzscheinwerfer, zwei Pressluftfanfaren und ein Warnlichtbalken teilen hier die Fläche unter sich auf.

An der Front des Scania verzieren Ketten aus Edelstahl sowohl den Rammschutz als auch den filigran gearbeiteten Scheibenschutz. Selbst dem Nummerschild spendierte „Custom Parts“ ein Kettchen und eine Einfassung aus poliertem Metall.

Praktisches be- und entladen möglich

Der Besitzer des rollenden Amerika-Bilderbuchs, Visa Valkonen, betreibt sein kleines Fuhrunternehmen „Trans Härmä Oy“ seit 1998. Sein Firmenfuhrpark umfasst derzeit insgesamt acht Fahrzeuge. Wie die meisten anderen Züge des Unternehmens rollt auch der 560 PS starke Scania fast ausschließlich im Auftrag eines Kunden – und zwar für den ebenfalls in Ylihärmä beheimateten Türen- und Fensterhersteller „Skaala“.

Wie in den nordischen Regionen so üblich, können die beiden Limetec-Aufbauten von Motorwagen und Trailer zusätzlich zu ihren Portalen am Heck auch noch an der Fahrerseite durch eine clevere Kombination von Klapp- und Falttüren über die gesamte Länge geöffnet werden.

Während der Vorgänger „Viking“ aber am Heck des Scania lediglich eine normale Ladebordwand präsentierte, so hängt nun am „Road Trip“ gleich ein ebenfalls in Orange lackierter Mitnahmestapler von Moffett dran. Auf diese Weise lässt sich der 25 Meter lange Lastzug praktisch völlig autark be- und entladen.

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Autor

Foto

Otto Miedl

Datum

17. Mai 2013
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