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Scania "Fallen Angel" Martin Transporte: Der gefallene Engel

Tief im Bayerischen Wald kündet ein schaurig-schöner Scania-Kippsattelzug vom ewigen Kampf zwischen Gut und Böse.

Eigentlich begann alles 2011 im bayerischen Wallfahrtsort Neukirchen beim Heiligen Blut. Michaela Fischer, die Freundin des selbstfahrenden Transportunternehmers Manuel Martin, wollte sich ein neues T-Shirt gönnen. Auf dem Kleidungsstück befand sich das Bild eines "gefallenen Engels". Dem jungen Paar gefiel das Motiv so gut, dass sie auf die Idee kamen, auch den Truck von Martin in diesem Stil lackieren zu lassen.

Auf einem Truck vom Diesseits ins Jenseits

Anfangs wollte Martin nur die 480 PS starke Scania-Zugmaschine mit einem gefallenen Engel verschönern lassen. Ganze vier Wochen stand der Truck Anfang 2012 in der Halle des Airbrush-Spezialisten Walter Rosner in Mitterteich. Genau ein Jahr später folgte ihm dann der von Anhänger- und Fahrzeugbau Meierling aus Hagen gefertigte Kippsattelauflieger. Die Motive passte ­Rosner geschickt der bereits auf der ­Zugmaschine vorhandenen Lackierung an. So entstand eine zweiteilige Motivgeschichte, die symbolreich den Übergang vom Diesseits ins Jenseits beschreibt.

Der Sattelzug ist in zwei völlig unterschiedliche Hälften aufgeteilt. Die tiefblaue Fahrerseite zeigt den eigentlichen Fall des Engels. Anschließend bemühen sich ein weiterer Engel und der Tod um das hilflos im Wasser treibende Wesen: eine Anlehnung an die griechische Mythologie mit dem Totenfluss "Styx", den die Verstorbenen auf dem Weg ins Jenseits überqueren müssen.

Der Tod ist sicher - die Stunde ungewiss

Wie in den antiken Sagen, so macht auch in diesem Fall der knochige Fährmann das Rennen. Auf der Beifahrerseite steht der gefallene Engel dann bereits vor seinem Richter und Ankläger in Form des Sensenmannes. Dessen "Arbeitsgerät" versah Rosner mit dem durchaus passenden lateinischen Spruch: "mors certa – hora incerta." Zu Deutsch: "Der Tod ist sicher – die Stunde ungewiss."

Neben dem Übergang ins Totenreich spiegeln die beiden Fahrzeughälften den ewigen Kampf des Guten gegen das Böse. Zur Unterscheidung der beiden Engelsarten versah Rosner die göttlichen Boten mit Flügeln aus einem Federkleid und die bereits gefallenen Engel mit Drachenschwingen.

Beide Aufliegerseiten besitzen übrigens noch eine weitere Ebene in ihrer Lackierung, die als Hintergrund fungiert. An der Fahrerseite begleitet das Böse den Fall des Engels mit hämischem Gelächter, während auf der Beifahrerseite der Teufel höchstpersönlich mit bösen und stechenden Augen über die schaurige Anklageprozedur wacht. Wer ganz nahe an dem Sattelzug steht, dürfte diese Besonderheit gar nicht wahrnehmen. Erst aus einiger Entfernung offenbaren sich die riesigen Augen und Zähne.

Truck: Scania R 480 Highline
Erstzulassung: April 2010
Leistung: 480 PS/353 kW
Laufleistung: 330.000 km
Eigentümer: Martin Transporte, Neukirchen b. Hl. Blut, Deutschland
Fahrer: Manuel Martin, Neukirchen b. Hl. Blut, Deutschland
Lackierung & Design: Walter Rosner, Mitterteich, Deutschland
Auflieger: Kippsattelanhänger von Meierling
Erstzulassung: April 2010
Aufgabengebiet: Transporte von Split und Asphaltgranulat 
überwiegend im südbayerischen Raum.

Autor

Foto

Otto Miedl

Datum

5. August 2013
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