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Riskmanagement: Aktuelle Umfrage deckt Branchenrisiken auf

Zum vierten Mal fragen die Hochschulen Fulda und Heilbronn, wie es um das Risikobewusstsein deutscher Transport- und Logistikunternehmen steht und was die Top 5 Risiken der Branche  sind. Mitmachen lohnt sich. trans aktuell verlost unter den Einsendern des Fragebogens zwei Plätze für das Riskmanagement-Seminar im Herbst.

Kaum eine Branche ist so stark in andere Prozesse eingebunden wie die Logistik- und Transportbranche. Sie ist global als auch branchenübergreifend in Prozessketten verknüpft, verbindet Lieferanten mit Kunden, beliefert weltweit Standorte und erbringt neben den klassischen Logistikprozessen Transport, Umschlag und Lagerung immer häufiger auch eine Vielzahl sogenannter  Mehrwertdienstleistungen. Jedoch ist sie immer noch stark klein- und mittelständisch geprägt und durch oftmals geringe Margen belastet.

Finanzrisiken im Blick

Dies alles wirkt sich auf die Risiken und Möglichkeiten der Unternehmen aus. Wer seine Risiken nicht bestens kennt, kann schnell in einen Strudel geraten – wenn etwa Termine nicht eingehalten, Finanzprobleme übersehen und unrentable Geschäfte getätigt werden. Die Logistik-Kompetenzzentren der Hochschulen Fulda und Heilbronn wollen es daher wieder genau wissen. Alle zwei Jahre fragen sie die Unternehmen der Branche, wie es um ihr Risikomanagement steht. Die Professoren Michael Huth (Fulda) und Dirk Lohre (Heilbronn) haben bereits zum vierten Mal mit ihren Studenten einen Fragebogen erarbeitet, der die wichtigsten Punkte abklopft.

Online-Fragebogen zum Ausfüllen

trans aktuell unterstützt die Studie: In einem Online-Fragebogen geht es darum, wie die Unternehmen ihre Top-Risiken einschätzen, ob und wie sie Risikomanagement umsetzen und welchen Nutzen sie davon haben. Zwischen 60 und 110 Teilnehmer waren bisher dabei. Erstmals wird nun bundesweit erhoben, denn je mehr Unternehmen teilnehmen, desto detaillierter sind die Schlussfolgerungen der Studie. Im Vergleich zu früheren Befragungen ist die Erhebung noch teilnehmerfreundlicher gestaltet. Der Zeitaufwand liegt bei nur 15 Minuten.

"Risikomanagement ist nicht gerade das Lieblingsthema der Logistiker – noch", sagt Michael Huth. Bisher konnte noch kein Bezug zwischen der Unternehmensgröße und dem Grad des Risikomanagements hergestellt werden. Das soll sich künftig ändern. Doch aus Gesprächen weiß Huth: "Je größer das Unternehmen ist, desto besser ist meist das Risikomanagement, da der Organisations- und Professionalisierungsgrad zunimmt."

Logistiker kennen oft nur aktuelle Probleme

Wie effektiv die Instrumente eingesetzt werden, ist laut Huth schwer messbar. Letztlich geht dies nur über eine Vorher-/Nachher-Analyse im Unternehmen. Prinzipiell haben die Logistiker aktuelle Probleme stärker im Fokus als künftige, denken damit im Risikobereich selten strategisch. "Doch gerade bei langfristig substanzgefährdenden Risiken ist es wichtig, sie systematisch zu managen. Das wird selten konkret beleuchtet", sagt Dirk Lohre.

Als Beispiel nennt er Geschäftsfelder, die mit unverhältnismäßiger Haftung verbunden sind oder bei denen der Dienstleister von einem Kunden stark abhängt.Wer sich frühzeitig Gedanken macht, kommt meist gar nicht in brenzlige Situationen.

Riskmanagement bei Ausschreibungen vorweisen

Dabei reichen die möglichen Maßnahmen von der Vertragsgestaltung bis zu Notfallplänen. "Was passiert etwa, wenn bei einem großen Kunden viele Filialen wegfallen und das Geschäft einbricht? Darauf muss ein Logistiker vorbereitet sein", warnt Lohre. Wer bei Ausschreibungen auf die Shortliste großer Unternehmen will, muss oft schon nachweisen, dass er Risikomanagement betreibt, sagen die Professoren. "Auch das ausschreibende Unternehmen will sicher gehen, dass etwa bei der Kontraktlogistik alles funktioniert. Das kommt immer mehr. Der Trend ist wie bei DIN ISO 9000", sagt Huth.

Fehlende Fachkräfte und Fahrer als Risiko

Auch bei der Nachwuchssicherung bestehen Risiken: Der Fachkräftemangel gehe zwar alle Branchen an, doch die Logistik sei für Neueinsteiger immer noch weniger attraktiv, fasst Lohre zusammen. Wer hier junges Personal nachziehen und halten kann, hat auch langfristig die Nase vorn, ist Lohre überzeugt.

Hier kommen Sie direkt zur Umfrage.

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Kostenlos herunterladen Hier finden Sie die TOP-5-RISIKEN der Branche. (PDF)
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m.schuckart/Fotolia

Datum

17. März 2015
5 4 3 2 1 5 5 1
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