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Rekordfahrt: Tieffliegendes Blockhaus - zu verrückt für Guinness

Eine alte Skandinavische Volksweisheit sagt: „Fliegen die Blockhäuser tief, wird das Holz für den Winter knapp!“ Klar, wie will man die Bäume auch zu Brennholz verarbeiten, wenn die mit 140 Sachen durch die Gegend sausen.

Holzhütte nicht Guinnes-konform

Die wenigen zugelassenen Zuschauer auf dem Test-Oval der DEKRA am Lausitzring staunten jedenfalls nicht schlecht, als ein Scania 420 befeuerter Sattelzug mit einem Holzhaus hinten drauf kontinuierlich schnelle Runden drehte. Das ganze Szenario diente nicht etwa der Kontrolle der Standfestigkeit des Gebäudes bei Orkan sondern sollte für einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde reichen. Doch die Herren der Rekorde tun sich schwer, können den Antrag als „Schnellstes Holzhaus der Welt“ in keine der üblichen Rekord-Rubriken einordnen. Mindestens ein Rekord ist es dennoch, den Peter und Markus Niedergesäß aus Cottbus mit der fliegenden Hütte aufgestellt haben. Erstens wurde niemals zuvor ein solches Bauwerk mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 140 Stundenkilometer gemessen und zweitens darf unterstellt werden, dass dieser Wohnauflieger für Edel-Holzfäller ein absolutes Unikat ist.

Rekordverdächtige Ausstattung

Rekorde bietet auch der opulent ausgestattete Innenausbau. „Packen sie doch 84 Leute in die Sauna,“ riet ein Guinness-Mitarbeiter. Das sei dann ein typischer Guinness-Rekord. Die Sauna über dem Königszapfen, ein Luxusbad mit Onyx-Auskleidung und ein luxuriöser Wohnbereich samt Edel-Küche.

Porsche-Diesel als Zweitwagen

Als Fundament für das insgesamt rund 20 Tonnen schwere Gesamtzug-Bauwerk dient ein 13,60 Meter langer Schwanenhals-Auflieger. Ein echter Hingucker parkt hinten auf der Terrasse: Sohn Markus Niedergesäß hat in liebevoller Detailarbeit einen Porsche Diesel-Traktor Baujahr 1959 „gechopt“  und das mit satten 14 PS daher tuckernde Gefährt passend zum Gesamtobjekt veredelt. Schließlich braucht der urbane Holzfäller von Heute einen angemessenen Schlepper um  Nachschub aus dem Wald zu holen. Übrigens: in den Staukästen des Trailers lagert unter anderem jede Menge Brennholz. Das kann im (Un-)Fall des Falles gleich auch als Reparaturmaterial verwendet werden.

Familien-Bau

Interessant wäre auch die Frage, ob der Bau dieses Aufliegers eher unter Zulassungs- oder unter Baurecht fällt. Familie Niedergesäß, hauptberuflich als Lackierer, Unfallreparateure und Fahrzeugbauer unterwegs, entschied sich fürs Zulassungsrecht.

Autor

Foto

Klaus-Peter Kessler

Datum

8. Dezember 2012
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