Die Rallye Erg Orientel heißt nun wieder El Chott. 9 Bilder Zoom

Rallye El Chott: Rallye Erg Oriental wird wieder El Chott

Nach 29 Jahren hat Veranstalter Jörg „Steini“ Steinhäuser hat sich aus dem aktiven Rallyegeschäft zurückgezogen und die Führung der Rallye Erg Oriental an Jörg Schumann übergegeben.

Er bleibt der Rallye aber in einer beratenden Funktion Beraterfunktion erhalten. Schumann ist in der Off Road Szene bekannt u.a. als langjähriger Veranstalter der Deutschen Truck Trial Meisterschaft und der zur GORM zählenden Rallye Trials.Ein großer Teil der Orga-Mitarbeiter bleibt auch unter Führung von Schumann der Erg erhalten, muss sich aber an einen neuen/alten Namen gewöhnen. Denn die Erg kehrt zurück zu ihren Wurzeln als „El Chott“. 

Schumann dazu: „Natürlich weiß auch ich, schließlich organisieren auch wir bereits seit 12 Jahren Motorsportveranstaltungen, dass Teilnehmer heute andere, höhere Anforderungen an Organisation und Durchführung einer Sahararallye stellen, als in den Anfangsjahren der Chott El Jerid in den Achtzigern. Aber Steinis Vorstellungen, gemeinsam mit Gleichgesinnten Off Road-Motorsport zu betreiben, dabei Land und Leute kennen zu lernen und auch immer ein kleines Abenteuer zu bestehen, indem man in der Wüste die eigenen Grenzen und die der Technik erkennt, sind auch mein Antrieb.“

Genau diese Ursprungsidee soll in der 2010er Auflage leisten: Mit einer Mischung aus Pisten, schnellen Sandpassagen und dem einen oder anderen Dünendurchstieg auch für Fortgeschrittene motorsportlich anspruchsvoll. Daneben soll eine entsprechende Streckenführung gleichermaßen Neueinsteigern und Teilnehmern mit serienmäßigen Fahrzeugen ermöglichen, die Etappenziele zu erreichen. Daneben wird es ein umfassendes Angebot für eine geführte Touristengruppe geben. Besichtigung landschaftlicher und kultureller Sehenswürdigkeiten stehen hier ebenso auf dem Programm wie eine kleine Dünenfahrschule und natürlich reichlich Rallyefeeling in den gemeinsamen Camps.

Oberste Priorität hat wie schon in der Vergangenheit die Sicherheit der Teilnehmer. Deshalb wird auf der El Chott 2010 das satellitengestützte Trakkingsystem von EXPLONA erstmals auf einer Amateurrallye in allen Teilnehmerfahrzeugen aller Klassen Verwendung finden. Das System wurde bereits auf der Erg Oriental 2009 erfolgreich getestet. Neben den „üblichen Verdächtigen“ wie Mitsubishi Pajero, Nissan Patrol, Mercedes G und den Landrover-Brüdern Defender und Discovery, sowie bei den Zweirädern verschiedenen KTM-Modelle, wird es im November in der tunesischen Sahara auch anderes zu sehen geben: So zum Beispiel einen VW-Käfer auf Basis eines Range Rover oder einen T3-Syncro mit einem R-32 Motor, beide natürlich bei den Prototypen.Und auch im Nutzfahrzeug-Bereich gibt es interessante Anmeldungen: In der kleinen Lkwe-Klasse (2,8 - 7,49 t) werden Hummer der Typen H1 und H2 sowie ein Chevvy Pick Up wohl unter sich bleiben. Nicht selbstverständlich für Amateurrallyes, gibt es auch Nennungsanfragen für die große Lkw-Klasse. Mindestens ein Tatra 4x4 aus Tschechien (Svoboda/Svoboda) wird wie schon im letzten Jahr dabei sein. Und aus dem Raum Leipzig gibt es sogar eine Ankündigung, einen MAN 8x8 ins Rennen zu schicken. Das sind Größenordnungen, die man eher im Service erwartet. Der wiederum wird  mit Fahrzeugen wie, Transit und Iveco Daily über Unimog und die klassischen Ex-THW- bzw. Ex-Feuerwehr-Iveco-Magirus bis hin zu MAN-TGM und MAN-Kat besetzt sein und so einem Exoten wie eine russische GAZelle geleistet.

Insgesamt ist es also ein buntes Starterfeld von über 130 Personen und mehr als 60 Fahrzeugen aus Deutschland, Österreich, Polen, Belgien, Tschechien und der Schweiz das sich nach einer Art Sternfahrt am 30. Oktober im Fährhafen von Genua zur Überfahrt nach Afrika einfinden wird. Die El Chott 2010 dauert dann bis zum 13. November. Mehr Informationen vorab und während der Veranstaltung tagesaktuell unter www.ElChott.com.

Foto

Veranstalter, Robert Eberlein

Datum

24. August 2010
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