QR Code Zoom

QR-Code: Schwere Zeiten für Betrüger

Kriminelle täuschen mit gefälschten Versicherungspapieren Seriosität vor. Schunck stattet die Dokumente daher mit einem QR-Code aus.

Die Masche ist simpel: Man lade sich die Versicherungspapiere eines etablierten Unternehmens herunter und tausche das Logo aus. Schon erscheint der Betrüger, der auf einer Frachtenbörse seine Dienste Anbietet, dem Spediteur als vermeintlich seriöser Geschäftspartner. Klingt nach einer Räuberpistole? "In etwa der Hälfte der Fälle gehen die Betrüger aber genau so vor", erklärt Tobias Krüger, Leiter Vertrieb und Unternehmenskommunikation beim Versicherungsmakler Schunck ,im Gespräch mit trans aktuell. Mit moderner Bildbearbeitungssoftware sei das einfach und schnell umzusetzen, so seine Erfahrung.

Doch selbst wenn sich diese Fälle im Vergleich zu den ernstzunehmenden Offerten im Promillebereich bewegen, ist es im Einzelfall natürlich dramatisch. Die Schadensumme geht gleich in die Zigtausende.  Seit Jahresbeginn tragen bei Schunck deshalb alle Versicherungsbestätigungen einen QR-Code. Die binärisch-codierte Zeichenkette besteht aus weißen und schwarzen Quadraten, die von jedem Smartphone oder Tablet-PC eingelesen werden können.

Mit dem QR-Code auf den Sicherheitsserver

"Wer nun den QR-Code des Versicherungspapiers einliest, der landet auf dem Sicherheitsserver von Schunck. Dort ist das Original digital hinterlegt. Der Betrüger, der etwa das Logo ausgetauscht hat, fliegt an der Stelle auf“, sagt Krüger. Bis dahin habe die sorgfältige Prüfung von Versicherungsbestätigungen für Spediteure und Logistiker einen hohen Aufwand dargestellt. "Zumal sie ja nicht bei der Versicherung anrufen können, um nachzufragen, ob die Police wirklich besteht", erklärt Krüger. Hundertprozentigen Schutz gebe es aber nie. Zumindest haben es die Kriminellen in diesen Fällen schwerer, müssten Sie doch gleich die Online-Oberfläche des Sicherheitsservers nachbauen – was dann allerdings wieder an der falschen Internetadresse auffallen würde.








Der QR-Code  

Die Abkürzung QR steht für Quick Response, also schnelle Antwort. Der sogenannte QR-Code wurde vom Automobil-Hersteller Toyota entwickelt. Der unterstützt damit die Logistik, indem die Markierung auf Baugruppen und Komponenten geklebt werden. Die Entwicklung des 2D-Codes übernahm die Tochterfirma Denso Wave.

Das Unternehmen

Die Schunck Group ist ein internationaler Versicherungsmakler mit mehr als 300 Mitarbeitern, spezialisiert auf die Branchen Logistik und Industrie. Im Fokus stehen die Beratung und die Vermittlung von maßgeschneiderten Versicherungslösungen für Risiken bei mittelständischen Unternehmen. Schunck wurde 1919 gegründet und ist seither im Familienbesitz. Hauptsitz ist München.

Portraits

Autor

Foto

KochPhoto

Datum

23. Januar 2015
5 4 3 2 1 0 5 0
Kommentare
Unsere Experten
David Keil, Berater und Projektmanager Logistiksoftware und Telematiksysteme David Keil Berater Logistiksoftware und Telematiksysteme
Beratung, Implementierung und Schulung von Logistiksoftware bei Unternehmungen. Anpassung und… Profil anzeigen Frage stellen
Rechtsanwalt Matthias Pfitzenmaier Matthias Pfitzenmaier Fachanwalt für Verkehrsrecht
Rechtsanwalt Matthias Pfitzenmaier ist Fachanwalt für Verkehrsrecht. Seit 1997 arbeitet er im… Profil anzeigen Frage stellen
Aktuelle Fragen
Kostenloser Newsletter
Newsletter Small

+++ Tests +++
+++ News +++

Und immer bequem und kostenlos per E-Mail.