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Probefahrt: Elektroautos hautnah erleben

Für alle, die einmal mit einem Elektroauto fahren wollen, bietet der VDA auf der IAA Nutzfahrzeuge eine Teststrecke an. Unser Mitarbeiter Ralf Johanning hat sich hinters Steuer gewagt.

Die Tür schlägt zu und dann ist es still. Nichts ist mehr zu hören vom Messetreiben draußen. Auch der Motor gibt nicht den leisesten Laut von sich. Kein Wunder, sitze ich doch in einem Elektrofahrzeug. Da gibt es kein Motorgeräusch. Also Blinker setzen, Handbremse lösen und schon geht es auf die etwa zwei Kilometer lange Teststrecke auf dem IAA-Messegelände.

Ein kurzer Blick auf die anderen Elektrofahrzeuge, die noch im Parcours stehen, dann lege ich den Schalthebel auf die Stellung D. Langsam löse ich den Fuß von der Bremse und trete zaghaft auf das Gaspedal. Vehement zieht der Iveco Daily Electric an. Noch immer ist nichts zu hören, nur das leise Abrollgeräusch der Räder. Ich gleite am BOmobil der Hochschule Bochum vorbei - ein futuristisch gestalteter Kleintransporter der gemeinsam mit den Partnern Composite Impulse, Delphi, Scienlab und TÜV Nord vorgestellt wird. Gefördert vom Land Nordrhein-Westfalen, haben sie mit dem BOmobil ein Fahrzeug serienreif entwickelt, das die Anforderungen von kleinen und mittelständischen Unternehmen für den Regionalverkehr der Zukunft erfüllen soll.

Eine Tonne Zuladung beim Vito E-Cell

Im Spiegel kommt gerade ein Mercedes Vito E-Cell von seiner Probefahrt zurück. Noch einmal komme ich fast zum Stehen und rolle langsam über die Schwelle, die die Stromkabel zum Probestand schützt. Noch zweimal eine kleine Linkskurve, und dann kann mich nichts mehr halten. Der Iveco mit einem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen zieht zügig an. Bei einem Leergewicht von 2,5 Tonnen lassen sich noch immer 1.000 Kilogramm zuladen.

Der E-Transporter beschleunigt schnell auf 50 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 70 km/h, doch das möchte ich auf dem Gelände lieber nicht ausprobieren. Ein kurzer Blick auf die Energieanzeige zeigt, dass die Batterien noch immer im grünen Bereich sind. Immerhin machen die drei Akkus eine Reichweite von 120 Kilometern möglich. So weit werde ich heute nicht mehr fahren.

Viel zu schnell geht der Rundkurs zu Ende. Ein letztes Mal den Blinker setzen, und schon stehe ich wieder auf der Parkposition südlich des Convention Centers. Hier können die Besucher nicht nur Transporter wie den von Paragon testen, auch verschiedene Busse drehen ständig ihre Runden. Zu ihnen gehört ein elektrisch betriebener Bus von Bombardier. Zudem steht von Ziehl-Abegg Automotiv ein Stadtbus mit getriebelosem Radnabenantrieb zur Testfahrt bereit.

Autor

Foto

Laura Kwast

Datum

24. September 2012
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