Busmodelle von Temsa 5 Bilder Zoom

Premiere: Neue Busmodelle von Temsa

Im vergangenen Jahr löste Temsa das Modell Opalin in Mitteleuropa durch die Touring-Version der Midibus-Plattform MD 9 ab. Dann tat sich eine Weile nichts. Die Türken wollten sich augenscheinlich weitere Überraschungen für die Busworld Europe aufheben.

In Kortrijk präsentierte Temsa nun der breiten Öffentlichkeit den MD 9 LE (Low-Entry) und die Überlandversion, den MD 9 IC (Intercity). "Wir spüren eine deutlich steigende Nachfrage nach kleineren, leichteren und sparsameren Fahrzeugen, die dennoch den Komfort und das Sitzgefühl eines Reisebusses bieten. Die MD 9-Baureihe beruht auf unserem modularen Ansatz und ist die Antwort auf den Trend", erklärt Sedat Kus, Entwicklungschef bei Temsa.

Fahrkomfort durch eine Einzelradaufhängung und ein Automatikgetriebe

Die bereits 2010 vorgestellte kompakte Form des 
MD 9-Reisebusses erntete in der Fachpresse durchweg gute Kritiken. Dem Fahrzeug ist nicht zuletzt aufgrund seiner vollwertigen Omnibustechnik zu prophezeien, künftig zu einem bedeutsamen Akteur in der kleinen Reisebusklasse zu avancieren. Die 9,34 Meter lange Touring-Variante des MD 9 bietet erstaunlich viel Platz. Er wartet unter anderem mit bis zu 40 Sitzen, einem 280 Liter fassenden Kraftstofftank und einem fünf Kubikmeter großen Gepäckraum auf. Eine Einzelradaufhängung sowie ein Automatikgetriebe sorgen für einen hohen Fahrkomfort. Auch in puncto Ergonomie und mit dem modernen Interieur weiß der auf ein Gesamtgewicht von 13.834 Kilogramm ausgelegte MD 9 zu gefallen. Das Edelstahlfahrgestell ist robust und leicht und verspricht einen niedrigen Kraftstoffverbrauch.

Mit dem MD 9 hat Temsa also eine solide und wandlungsfähige Grundlage für gleich mehrere Fahrzeugvarianten geschaffen und kann sich daher prima aus dem Baukasten bedienen. Nach eigenen Angaben hat man diesen modularen Ansatz für den Bau der Fahrzeuge eingeführt, um eine einfache, schnelle und günstige Wartung sowie eine bessere Kompatibilität verschiedener Modelle zu erreichen. Kein Wunder also, dass die Reisebusausführung des MD 9 und der nun in Kortrijk vorgestellte Überlandbus MD 9 IC  zahlreiche Parallelen aufweisen. Der Intercity-Bus verfügt über eine große mittlere Doppeltür, einen Lift und ist rollstuhlgerecht. Seine Fahrgastkapazität liegt bei 47 Plätzen, die sich aus 35 Sitz- und 12 Stehplätzen zusammensetzen. Auch der MD 9 IC ist mit einem Telma-Retarder ausgerüstet.

Die Fahrgastkapazität erreicht insgesamt 63 Plätze

Die MD 9-Familie erweitert nun auch der MD 9 LE. Die Low-Entry-Variante ist ausgestattet mit einer manuell bedienbaren Rampe und vier eigens für Mütter mit Kindern konzipierten Sitzen. Die Fahrgastkapazität erreicht hier insgesamt 63 Plätze (25 Sitz-, 37 Steh- und ein Rollstuhlplatz) oder 72 Plätze (25 Sitz- und 47 Stehplätze). Bei letztgenanntem Modell handelt es sich jedoch um einen Prototyp, der im September dieses Jahres bei einer Besichtigung der Produktionsstätte von Temsa im türkischen Adana zu sehen war.

Im Rahmen der Werksbesichtigung gab’s auch eine dritte Abwandlung des MD 9 zu begutachten, den MD 9 DD. Wie die Typenbezeichnung verrät, weist das Modell in der Fahrzeugmitte eine weit öffnende Doppeltür auf. Zu den Ausstattungsdetails zählen unter anderem ein Lift für Behinderte sowie eine Stellfläche für einen Rollstuhl. Der MD 9 DD ist für eine Fahrgastkapazität von maximal 45 Personen (31 Sitzplätze, 13 Stehplätze und ein Rollstuhlplatz) oder 47 Personen 
(35 Sitzplätze und 12 Stehplätze) ausgelegt.

Verschiedene MD 9-Modelle sind in Europa mit einem 250-PS-Motor bestückt

Für den mitteleuropäischen Markt sind die verschiedenen Modelle des MD 9 mit einem 184 kW (250 PS) starken MAN-Triebwerk motorisiert. Eventuell sorgt in nicht allzu ferner Zukunft auch eine 213 kW (290 PS) starke Motorisierung gleicher Herkunft für den Vortrieb. Aber da halten sich die Verantwortlichen von Temsa noch bedeckt. In der Türkei 
treibt die MD 9-Busse übrigens ein Cummins-Aggregat an, das in den Leistungsstufen 138 kW und 152 kW (187 und 
207 PS) erhältlich ist.

Mit großer Spannung erwartet wurde auf der Busworld der Stapellauf der Dreiachsvariante des türkischen Reisebus-Flaggschiffs Safari HD, der Safari HD 14 – ein Luxus- und Langstrecken-Reisebus, aufgebaut aus Standardkomponenten und -materialien. Die Innenausstattung des Nachfolgers des extravaganten Diamond ist gediegen und bietet bequeme Sitze. Der Gepäckraum ist mit 11,6 Kubikmeter üppig bemessen. Gegenüber den bereits bekannten Zweiachs-Versionen Safari HD 12 mit 12.284 Millimeter Länge und HD 13 mit 13.084 Millimeter Länge wuchs die Gesamtlänge des HD 14 gar auf 14.075 Millimeter. Wie beim HD 13 beträgt auch beim Dreiachser der Radstand 6.900 Millimeter. 63 Sitzplätze für Fahrgäste bietet der Luxusliner auf. Auch der Fahrerarbeitsplatz ist großzügig dimensioniert. Für ausreichend Motorleistung sorgt ein 338 kW (460 PS) starker und 12,9 Liter großer Reihensechszylinder aus dem Hause DAF, dessen maximales Drehmoment von 2.300 Nm bei 1.000 bis 1.410/min anliegt.

Der Safari HD 14 besteht aus einem Edelstahlfahrgestell

Nach den Worten der Temsa-Verantwortlichen ist auch der Safari HD 14 Gegenstand der modularen Strategie von Temsa – der Gleichteile und damit der Kostenstrukturen wegen. Der Bus soll den Kunden zudem weitere Vorteile in Bezug auf Wartung und Logistik bieten. Der Safari HD 14 besteht wie seine kürzeren Pendants aus einem Edelstahlfahrgestell, wodurch sich nicht nur seine Lebensdauer verlängern, sondern auch das Leergewicht des auf ein Gesamtgewicht von 26,5 Tonnen ausgelegten Reisebusses reduzieren lässt. In Kombination mit dem Verbundwerkstoff zählen die Fahrzeuge der Safari-HD-Baureihe zu den leichtesten in ihrem Segment.

Foto

Ralf Vester

Datum

13. Februar 2012
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