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Pannen vermeiden: Goodyear setzt auf Prävention

Mit neuer Pannenfrüherkennung und einem neuen Geschäftsbereich will Goodyear die Rentabilität seiner Flottenkunden erhöhen. Prävention und Beratung stehen für den Reifenhersteller dabei im Fokus. 

Mit Goodyear Proactive Solutions erweitert der Reifenhersteller sein Dienstleistungsportfolio. Der neue Geschäftsbereich setzt bei der Kommunikation zwischen Lkw und Fuhrparkbetrieb an und kombiniert dabei bereits bestehende Telemetrie mit einer neuen, hauseigenen Analysetechnologie. "Das neue Portfolio kombiniert digitale Technologien und datenbasierte Services mit unseren bereits bewährten Flotten-Dienstleistungen sowie mit TruckForce, unserem europaweiten Netzwerk für hochwertigen Lkw- Reifenservice", beschreibt André Weisz, Managing Director des neuen Geschäftsbereichs Goodyear Proaktive Solutions (GPS) bei der Präsentation in Brüssel.
Nach Angaben des Unternehmens soll durch GPS nicht nur ein Echtzeit-Monitoring der Reifen möglich werden, sondern auch eine detaillierte Beratung mit Empfehlungen zur Optimierung der gesamten Fuhrpark-Effizienz. Die Basis dafür bilden zwei neue Servicegruppen, die unter dem neuen Geschäftsbereich zusammengefasst werden.

Reifendruck, Profiltiefe und Temperatur im Blick

Die Service-Gruppe "Proactive Tire" konzentriert sich unter anderem auf die Kontrolle des Reifenluftdrucks, der Temperatur und der Profiltiefe. Hierfür bedient sich Goodyear zum einen an den Daten, die das Reifendruckkontrollsystem TPMS (Tire Pressure Monitoring System) ermittelt. Hierüber will Goodyear, basierend auf einem eigens hierfür entwickelten Algorithmus, Vorhersagen errechnen können, wieviel Zeit dem Fahrer bei einem Reifenschaden noch bleibt, bis ein akuter Reifenschaden, das Fahrzeug zum Anhalten zwingt. Zum anderen hat Goodyear für Flottenchecks eine neue Analysevorrichtung entwickelt. Der Goodyear Drive-over-reader ist konzeptionell vergleichbar mit einer mobilen Wiegeeinrichtung für Lkw. Bei der Überfahrt sollen sich dabei nicht nur Reifendrücke sondern auch Profiltiefen ermitteln lassen. Beide Messsysteme sollen es Flottenbetreibern ermöglichen, die Laufleistung der Nutzfahrzeugreifen Reifen zu maximieren und die Wartung proaktiv zu planen. 
Die zweite Gruppe "Driver Behavior" nimmt das Fahrverhalten der Lkw-Chauffeure unter die Lupe. Hierbei werden nach eigenen Angaben zwölf Fahrparameter kontinuierlich aufgezeichnet und analysiert. Basierend darauf lassen sich Fahrer-Reportings erstellen und Fahrerschulungen datenbasiert optimieren. 

Offenes System für das Flottenmanagement

Beide Dienstleistungen werden Flottenbetreibern über eine offene webbasierte Software zur Verfügung gestellt. Eine Anbindung an bereits implementierte Flottenmanagementsysteme ist nach Auskunft von Goodyear-EMEA-Präsident Jean-Claude Kihn daher denkbar und möglich. Eine Zusammenarbeit mit einem der großen Anbieter in diesem Segment will Kihn nicht dabei ausschließen, das Unternehmen sei offen für Kooperationen mit allen denkbaren Partnern. 

Das neue GPS-Servicepaket kann ab laut Goodyear sofort von Transportunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz genutzt werden. In Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Polen, Portugal, Spanien und dem Vereinigten Königreich soll Goodyear Proactive Solutions bereits verfügbar sein. Weitere Services für das Portfolio werden laut Hersteller zurzeit entwickelt und sollen 2017 Marktreife erreichen.

Knut Zimmer

Autor

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Goodyear

Datum

25. November 2016
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