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Panalpina-Chef Peter Ulber im Gespräch: "Sprung in die Gewinnzone ist absehbar"

Panalpina will jedes Quartal in der Logistik Gewinne erzielen. Panalpina-Chef Peter Ulber verrät, wie er dies Ziel erreichen will.

trans aktuell: Herr Ulber, ist in der Logistiksparte der Turnaround wirklich geschafft? Sie weist 2014 ja noch ein Minus von acht Millionen Franken aus.

Ulber: Der Turnaround ist so gut wie geschafft. Im Landverkehr, der Teil der Logistiksparte ist, sind wir seit vielen Monaten im schwarzen Bereich. Und in den Logistikaktivitäten ist der Sprung in die Gewinnzone ebenfalls absehbar. Das Minus von acht Millionen Franken resultiert aus einem ganz bestimmten Standort, doch das ist nun gelöst. Wir gehen  davon aus, dass wir in der Logistik ab sofort jedes Quartal Gewinne erzielen werden.

Sind Sie zufrieden mit der Art und Weise, wie Sie den Landverkehr neuerdings betreiben – frei von Netzen und Equipment, flexibel und nach Bedarf?

Absolut. Es war richtig, diesen Weg einzuschlagen. Wir hatten infolge der Umstellung keine Kundenverluste zu beklagen und denken, dass wir heute ein Modell haben, mit dem wir mit Landverkehren wieder wachsen können. Wir sind an Landverkehren interessiert, wenn es um Kundenlösungen geht oder wir sie in Verbindung mit der Luft- und Seefracht benötigen. Ein Stückgutnetzwerk in Europa werden wir sicherlich nicht aufbauen.

Welches Ergebnis streben Sie in der Logistik an?

Ziel ist, dass wir 2015 erstmals Gewinne erzielen werden. Der Bereich, der ja noch relativ neu im Panalpina-Portfolio ist, war in den vergangenen Jahren immer ein Verlustbringer.

Ist die Restrukturierung, sobald die Gewinne sprudeln, abgeschlossen?

Grundsätzlich ja. Die Themen sind weitgehend abgeschlossen. Wir haben uns flächenmäßig um etwa 15 Prozent reduziert. Wir haben Läger aufgegeben, sofern dort nur reines Palettenein- und -auslagern betrieben wurde. Unser Fokus liegt auf Mehrwertdiensten, hier wollen wir weiter wachsen. Es gibt noch ein paar Standorte, die wir im laufenden Jahr schließen werden, weil Kunden- oder Mietverträge auslaufen. Es gibt auch ein paar, bei denen man weiter optimieren muss, weil sie nicht profitabel sind. Aber solche Standorte gibt es in jeder Firma.

An welche Mehrwertdienste denken Sie?

Wir denken an Aktivitäten, die  für unsere internationalen Kunden interessant sind und bei denen wir Synergien mit der Luft- und Seefracht erzielen können. Ein Beispiel sind Mehrwertdienste für die Telekommunikationsbranche, die wir in Südamerika, nun auch in Dubai und auf kurz oder lang auch in Europa erbringen werden. Ein weiteres Beispiel sind Zusatzservices bei der Logistik von exklusiven Kleidungsstücken auf dem Weg von Italien in die USA. Wir betreuen in diesem Segment einige sehr namhafte Kunden.

Matthias Rathmann, trans aktuell Chefredakteur

Autor

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Matthias Rathmann

Datum

18. März 2015
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