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Onlinehandel soll einheitlicher werden

Ein Standard muss her

Der E-Commerce-Verband BEVH und der Online-Supermarkt Allyouneedfresh.de fordern einen Standard für den Lebensmittelhandel im Internet.

So kaufen zwar 65 Prozent der Bundesbürger online ein, aber nur 16 Prozent auch Lebensmittel. Dazu kommt, dass hier noch flächendeckend verfügbare Online-Angebote fehlen, die auch Artikel aus dem Frischesortiment einschließen.Abschreckend wirken für viele Verbraucher zudem hohe Lieferkosten und komplizierte Liefermodalitäten. Das hat eine Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young aus dem Frühjahr ergeben.

Versand von Lebensmitteln nimmt zu

"Die großen Anbieter haben sich jedoch in Position gebracht, die logistischen Fragen sind weitgehend geklärt, immer mehr Regionen werden abgedeckt", sagt Thomas Harms, Partner bei EY und Leiter des Bereiches Consumer Products und Retail. Der Versand von Lebensmitteln durch den Onlinehandel nimmt stetig zu und wird künftig einen signifikanten Teil des gesamten Lebensmitteleinzelhandels ausmachen.

Das zeigen auch die Zahlen, die der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (BEVH) erhoben hat. Supermärkte wie Edeka, Rewe, Kaufland oder der Onlinehändler Amazon arbeiten mit Hochdruck daran, Service-Versprechen einzuhalten. Es entstehen neue Lieferketten, sodass möglichst deutschlandweite Angebote etabliert werden können.

Für kühlpflichtige Waren gibt es bereits genaue Vorgaben und Richtlinien für die Gestaltung von Lieferketten, die jedoch stark auf den stationären Lebensmitteleinzelhandel ausgerichtet sind. Der BEVH und der Online-Supermarkt Allyouneedfresh.de haben daher ein Standardisierungskonsortium bei DIN ins Leben gerufen. Ziel ist es, einen Standard zu erstellen, in dem die Anforderungen an die Verpackungsmittel, die passiven Kühlsysteme und die Validierung des Systems festgelegt werden.

Verbrauchervertrauen weiter stärken

Über das Konsortium sollen alle relevanten Parteien an einen Tisch gebracht werden – Lebensmittel-Onlinehändler, Logistikdienstleister, Verpackungshersteller und Verbände. "Ziel unserer Arbeit dort ist es, verlässliche Regelungen zu schaffen, um das Verbrauchervertrauen in den Lebensmittel-Onlinehandel weiter zu stärken", sagt Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer BEVH. Breites Vertrauen auf Verbraucherseite sei die Basis, um den Lebensmittel-Onlinehandel künftig als tragende Säule des E-Commerce zu etablieren.

"Der Lebensmittel-Onlinehandel ist in der Lage, eine bessere Qualität zu liefern als es stationär heute möglich ist", ergänzt Jens Drubel, Gründer und Geschäftsführer von All­youneed Fresh. Und er sei in der Lage, eine lückenlose Kühl­kette bis in die Wohnung des Kunden zu garantieren. Gemeinsam wollen die Initiatoren für eine sichere und umweltkonforme Regelung eintreten, mit der die Qualität der gesamten Branche steigt.

An der Erarbeitung dieser Vorgabe beteiligen sich die Verbände und Unternehmen Bundesverband der Kurier-Express-Post-Dienste (BdKEP), Bundesverband Paket und Express Logistik (Biek), Deutsche Post DHL, die Eco Cool, Fraunhofer Institut für Angewandte Polymerforschung, Händlerbund, Hello Fresh Deutschland, H. Köser, SSI Schäfer und Thimm Group.

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Datum

12. September 2017
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