Alles über Tag der Logistik
Herbert Schadewald Zoom
Foto: Hebert Schadewald

Onlinehändler Relaxdays

Virtuelle Logistik in Halle/Saale

Vom Badmöbel bis zur Rankhilfe, vom Fitnessgerät bis zum Partyzelt – alles was im Garten, im Haus und in der Freizeit gebraucht wird und nützlich sein kann, vertreibt Relaxdays in Halle (Saale) seit nunmehr zehn Jahren.

Die 70 Mitarbeiter des Internethändlers sorgen dafür, dass täglich bis zu 3.000 Pakete und 60 Paletten sicher zusammengestellt und den Versandpartnern DHL und DPD übergeben werden können. "Von den rund 3.000 Produkten, die wir im Sortiment haben, sind etwa 500 Eigenprodukte", informiert Bernd Salfeld, Leiter des operativen Geschäftes. Der Anteil dieser Eigenprodukte soll ständig erweitert werden. "Aber ganz auf Händler wollen wir auch nicht verzichten", fügt er hinzu.

Einst Montagehalle für den Wartburg, jetzt Hochregallager


Rund 50 vorwiegend junge Interessenten blickten am Tag der Logistik in die zwölf Meter hohen Regale dieses Internetanbieters. Bei dem Rundgang durch die gut 80-jährigen Hallen, in denen unter anderem auch jahrzehntelang der DDR-Pkw Wartburg Tourist montiert wurde, konnten sie sich überzeugen, dass viele Arbeitsabläufe bei der Sendungszusammenstellung manuell erfolgen. Auf den Auftragsbögen werden die entsprechenden Positionen abgehakt oder mit Hinweisen versehen.

"Unsere Verkaufsverpackungen sind auch gleichzeitig die Transportverpackungen. Dadurch sparen wir Pappe und Füllmaterial", sagte Salfeld. Täglich kommen drei Container mit den Waren aus verschiedenen asiatischen Ländern an. Diese Produkte werden zunächst auf Gewicht und Maße kontrolliert, bevor sie in die verschiedenen Lagerbereiche verfrachtet werden. "Neben dem Nutzwert hat die Qualität unserer Produkte einen hohen Stellenwert", bekräftigt Salfeld. Er bezeichnet die Kundenbewertungen als "eines der besten Audits".

Täglich rund 2.000 Bestellungen


Durchschnittlich gehen täglich fast 2.000 Bestellungen von zumeist Privatkunden ein. Doch auch Großabnehmer werden von Relaxdays beliefert. Salfeld ist stolz, dass der Rücklauf im vorigen Jahr bei lediglich 2,8 Prozent lag. "Vorrangig wegen Transportschäden", bilanziert er. Die Relaxdays-Kunden kommen hauptsächlich aus dem deutschsprachigen Raum. Doch auch mit Großkunden in Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien arbeiten die Hallenser zusammen.


Auch mit deren Hilfe will der Internetanbieter in den nächsten Jahren jeweils um gut 30 Prozent wachsen. "Gegenwärtig sind wir hier zu etwa 70 Prozent ausgelastet", verdeutlicht Salfeld die Lagerkapazität. Da gebe es noch Luft für die nächsten zwei Jahre, ist er sicher.

Den Gründungsstandort Halle (Saale) verlassen? Dazu gebe es keine Ambitionen. "Wir haben hier extreme logistische Vorteile", unterstreicht Salfeld. Dabei verweist er auf die nahen Paketzentren sowie die Infrastruktur durch die Autobahnen. "Außerdem gibt es in der Region Halle/Leipzig ein großes Mitarbeiterpotenzial", fügt er hinzu.


Und in puncto Nachwuchs hatte Relaxdays bisher kaum Sorgen. Gegenwärtig erhalten acht Jugendliche eine Ausbildung. Und die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen ist in diesem Logistikbereich durchaus als gut einzuschätzen. So jedenfalls die bisherigen Erfahrungen der Hallenser.

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Datum

3. Mai 2016
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