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Foto: Fotolia/FLS

"ÖPNV on demand" mit FLS

Software-Spezialist als Teil von BMVI-Projekt

Mit über zwei Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) die Entwicklung eines nachfragegesteuerten, autonom fahrenden Busses. Die FLS GmbH liefert die zugehörige Software.

Ein autonom fahrender öffentlicher Nahverkehr, der keinen starren Plänen folgt und sich seine Touren selbstständig unter Berücksichtigung der aktuellen Nachfrage erarbeitet – das ist die Vision hinter dem vom BMVI geförderten Forschungsprojekt "ÖPNV on demand". Schon im Sommer 2018 könnte die Idee auf Sylt erstmals umgesetzt werden

Die Vorteile des autonomen Nahverkehrs

Der reguläre Nahverkehr wird in ländlichen Regionen, in denen die Bevölkerungszahl sinkt, immer weniger rentabel. Der Einsatz von bedarfsgesteuerten Bussen wäre dort eine attraktive Lösung für die Zukunft. Doch auch in touristischen Gebieten verspricht ein autonomer Nahverkehr Vorteile: Touristen könnten so unproblematisch und höchstflexibel Sehenswürdigkeiten anfahren.

Im Zuge des vom BMVI geförderten Forschungsprojekts ist nun die Entwicklung von autonom fahrenden Bussen mit Elektroantrieb geplant. Über eine von FLS entwickelte App sollen diese von Fahrgästen angefunkt werden können und sich so selbstständig auf den Weg machen. Die cloudbasierte Plattform berechnet die Route des Busses in Echtzeit und berücksichtigt dabei sowohl die Buchungen des Busses als auch den Ladezustand der Batterie und die verfügbare Sitzplatzkapazität. Im ersten Schritt sollen die Busse noch mit einem menschlichen Begleiter fahren und auf maximal 40 km/h begrenzt sein. "Wir sind stolz, mit der Beteiligung an diesem Pionier-Projekt einen wichtigen Meilenstein für die Erprobung des autonomen Fahrens im öffentlichen Verkehr auf den Weg zu bringen", sagte FLS-Geschäftsführerin Britta Blömke.

Partner aus Industrie und Forschung

Ursprünglich stammt die Idee zum Projekt "ÖPNV on demand" aus dem Innovationsnetzwerk "Autonomes Fahren im ländlichen Raum", das in Schleswig-Holstein beheimatet ist. Die Betreuung der Forschung übernimmt die Beratungsgesellschaft EurA AG, als Partner fungieren neben FLS die GreenTEC-Campus GmbH, die Berliner Interlink GmbH, die Moteg GmbH und die Christian-Albrechts-Universität (CAU), die Akzeptanzstudien vornehmen wird.

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Datum

29. August 2017
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