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Nürburgring: Einigung am Ring

Am Nürburgring ist wieder etwas Frieden eingekehrt. Mehreren Berichten zu Folge haben sich der Insolvenzverwalter und die bisherigen Betreiber geeinigt.

Ring-Insolvenzverwalter und bisheriger Betreiber, die NAG GmbH, sollen sich nach mehreren übereinstimmenden Medienberichten geeinigt haben. Danach scheidet die NAG aus dem operativen Geschäft aus. Dieses übernimmt rückwirkend zum 31. Oktober die neu gegründete Tochter der Nürburgring GmbH, die Nürburgring Betriebsgesellschaft mbH. Damit ist ab sofort diese neue Gesellschaft für die Vermarktung des Rings und die Verwaltung der Gebäude zuständig.

NAG umgezogen

Laut übereinstimmenden Medienberichten hat die Betreibergesellschaft Nürburgring Automotive GmbH ihren Sitz vom Ring bereits nach Düsseldorf verlegt. Zudem sei beabsichtigt, zum 1. Dezember einen Antrag auf Insolvenz unter Eigenverwaltung zu stellen. Damit will man sich wohl gegen mögliche Regressforderungen absichern.
Mit dem erzielten Räumungsvergleich sind Eigentum und Besitz am Nürburgring wieder in einer Hand. Die Arbeitsplätze sind damit ebenfalls gesichert. Mit der Einigung sind auch die diversen Klagen zwischen dem Land Rheinland-Pfalz und der NAG erledigt. Über mögliche Zahlungen im Rahmen des Vergleichs wurde nichts bekannt.

Horrorszenario Zwangsversteigerung

Im Frühjahr soll dann in Abstimmung mit der EU Kommission der Nürburgring europaweit ausgeschrieben werden. Angeblich gibt es bereits mehrere potenzielle Interessenten.
Das Horrorszenario für alle Ringfans bleibt dabei, dass sich die NAG-Herren Lindner und Richter bzw. mögliche Strohmänner bei der „Zwangsversteigerung“ durchsetzen könnten. Dass sie im Falle einer Versteigerung mitbieten wollen, machen die Herren keinen Hehl. Das würde auch erklären, warum aus dieser Ecke zuletzt immer wieder alles schlecht geredet und klein gemacht wurde. So will man potenzielle Mitbieter möglicherweise frühzeitig abschrecken und den Preis für den Ring drücken.

Der Eifel-Krimi geht also weiter!

Autor

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Klaus-Peter Kessler

Datum

28. November 2012
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