Nissan Cabstar 35.13 6 Bilder Zoom

Nissan Cabstar 35.13: Von Ballast befreit

Er ist ein ernst zu nehmender Wettbewerber in der leichten Gewichtsklasse. Die Gesamtgewichte des Cabstar reichen von 2,8 über 3,5 bis zu 4,5 Tonnen. Auf dem deutschen Markt gibt es eine weitere Version mit 3,2 Tonnen. Unverändert ist er mit drei Radständen zu haben: mit 2.500 und 2.900 oder 3.400 Millimetern.

Das Fahrerhaus steht als Einzel- und Doppelkabine zur Verfügung. Geblieben ist es auch bei den recht kleinen Rädern. Nach wie vor muss sich der Nissan mit 15-Zoll-Felgen begnügen. Eine Ausnahme bildet der 4,5-Tonner, der inzwischen auf 16-Zoll-Felgen rollt. Die 3,5- bis 4,5-Tonner sind hinten doppelt bereift.

Radstand-Motor-Kombinationen sind als Sonderbestellung zu haben

Den Antrieb übernehmen Vierzylinder-Diesel mit 2,49 oder 2,95 Liter Hubraum. In Euro-5-Ausführung leistet der kleinere Motor jetzt 122 PS anstatt 110 PS und in der nächsten Leistungsstufe statt 130 PS 136 PS. Beim größeren 3,0-Liter-Diesel bleibt die Leistung mit 150 PS unverändert. Unterwegs war die Redaktion mit einem 3,5-Tonner mit 136  PS, mittlerem Radstand und einem Koffer von Rapid. Die Euro-5-Kur nahm Nissan zum Anlass, in den Leistungsklassen mit 136 und 150 PS serienmäßig Sechsgang-Getriebe anzubieten. Gleichzeitig haben die Japaner das Programm leicht bereinigt. Selten nachgefragte Radstand-Motor-Kombinationen sind nur noch als Sonderbestellung zu haben.

Bei der Kabine bleibt alles beim Alten: Senkrecht angeordnete Scheinwerfer, steile A-Säulen und nach unten gezogene Seitenscheiben. Die Türen reichen ebenfalls weit nach unten und decken die erste Einstiegsstufe ab. Sie ist so vor Kontakt mit aufwirbelndem Straßenschmutz geschützt.

Der Koffer von Rapid besteht aus 30 Millimeter starken glasfaserverstärkten Polypropylen-Platten, die über Nut-Federverbindungen miteinander verschweißt sind. Boden und Dach sind jeweils einteilige Platten. Den wasser- und lichtdichten Korpus setzt Rapid auf einen Hilfsrahmen aus Aluminiumprofilen. Ein Rahmen am Heck, der ebenfalls aus Aluminium besteht, trägt die zweiflügelige Hecktür mit innen liegendem Verschluss am rechten Flügel.

Konstruktion mit sogenannten Monopan-Elementen

Mit Zusatzausstattung wiegt der Koffer gerade mal 446 Kilogramm. Den Gewichtsvorteil der Konstruktion mit sogenannten Monopan-Elementen gegenüber einem Standard-Koffer gibt Rapid mit 100 bis 300 Kilogramm an – ein erklecklicher Nutzlastgewinn. Die Außenbeleuchtung ist mit jeweils zwei Umrissleuchten oben am Heckrahmen und an der Stirn in LED-Technik ausgeführt. Die Innenleuchte kann der Fahrer über einen Schalter im Fahrerhaus oder über das Standlicht mit einem Schalter an der Innenseite des Hecks bedienen.

Mit den Außenabmessungen seines Kofferaufbaus von 3,55 Meter Länge, gut zwei Meter Breite und 2,10 Meter Höhe wird der Cabstar zur stattlichen Erscheinung. Und dies bei einem dennoch verhältnismäßig kleinen Wendekreis des 2.900-Millimeter-Fahrgestells von 12,34 Metern – ein Vorzug des Frontlenker-Konzepts. Auch das Leergewicht überrascht: Mit gerade mal 2.230 Kilogramm steht der Cabstar auf der Waage, das macht 1.270 Kilogramm effektive Nutzlast.

Der 136 PS starke Common-Rail-Direkteinspritzer bringt die Fuhre stets leichtfüßig und spielerisch in Schwung. Durchzugsschwächen leistet sich der Klein-Lkw dabei keine. Wer die Reserven des Motors ausreizt und den Kofferaufbau-Cabstar flott bewegt, liegt beim Verbrauch allerdings schnell über zwölf Liter Diesel pro 100 Kilometer. Andererseits lässt sich der Nissan Cabstar nicht zuletzt dank dem jetzt serienmäßigen Sechsgang-Schaltgetriebe bei moderater Auslastung, einem sensiblen Gasfuß und Geschwindigkeiten nicht über 90  Kilometer in der Stunde sogar unter die magische Zehn-Liter-Verbrauchsmarke drücken.

Andreas Wolf lastauto omnibus

Autor

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Andreas Wolf

Datum

21. März 2012
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