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Niederlande: Ladungsklau nimmt massiv zu

Der Diebstahl von Ware und Lkw hat 2013 weiter zugenommen. Die Transportunternehmen werfen der Justiz Untätigkeit vor.

Wegen stark zunehmender Ladungsdiebstähle in den Niederlanden macht sich der holländische Transportunternehmerverband Transport en Logistiek Nederland (TLN)  große Sorgen. Ihre Zahl sei 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 50 Prozent gestiegen. Dies wird zum Teil darauf zurückgeführt, dass sich Polizei und Justiz im vergangenen Jahr weniger um das Thema gekümmert hätten. Inzwischen werde aber hinter den Kulissen über geeignete Maßnahmen geredet.

Deutlicher Anstieg in den Regionen Brabant und Limburg

Vor allem auf den Parkplätzen in den Regionen Brabant und Limburg sei ein deutlicher Anstieg der Kriminalität zu verzeichnen, so der Verband. Der starke internationale Frachtverkehr übe eine große Anziehungskraft aus. 2012 wurden insgesamt 287 Fälle verzeichnet, 2013 waren es 432.

In den Jahren zuvor hatten Ladungsdiebstahl und versuchter Diebstahl rasch abgenommen. TLN zufolge gab es damals eine gute Zusammenarbeit zwischen Privatwirtschaft einerseits und Polizei- und Justizbehörden andererseits. Das habe sich grundlegend geändert, seitdem der speziell beauftragte Beamte für Transportkriminalität im Ja­nuar 2013 abgeschafft wurde.

TLN befürchtet negative Folgen für die Gateway-Funktion

TLN befürchtet jetzt beträchtliche negative Folgen für die Gateway-Funktion der Niederlande in Europa. Wenn die Sicherheit von Transporten nicht gewährleistet sei, bestehe die Gefahr, dass Verlader und Frachtführer ihre Güterströme durch andere Länder führen müssten. Auch würden sich nicht zuletzt internationale Unternehmen, die neue Niederlassungen gründen wollten, weniger leicht für die Niederlande entscheiden.
Unterdessen hätten aber alle betroffenen Parteien die Notwendigkeit erkannt, dass die Anstrengungen im Bereich der Transportkriminalität verstärkt werden müssten, berichtet TLN. Ein erster Erfolg sei, dass im Rahmen der Nationalen Plattform für Kriminalitätsbekämpfung (NPC) die Transportkriminalität zu einem von sechs Schwerpunkten benannt worden ist. NPC sei das höchste Beratungsorgan zwischen Behörden und Wirtschaft in Sachen Wirtschaftskriminalität.

"Sichere Spur - Secure Lane"

Das holländische Programm "Sichere Spur – Secure Lane" mit Überwachungskameras auf Parkplätzen entlang der Strecke Rotterdam–Venlo habe zudem überdeutlich bewiesen, was eine öffentlich-private Zusammenarbeit leisten könne.

Für mehrere Millionen Euro waren dort rund hundert Videokameras an allen 15 Rastanlagen installiert worden. Die Ausweitung dieses Konzepts auf andere wichtige Transportrouten sei wichtig für die wirtschaftliche Position der Niederlande, fordert TLN.

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Polizei-Beratung

Datum

10. März 2014
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