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Landverkehrschef Paul im Gespräch: Kühne+Nagel vernetzt sich mit 30.000 Partnern

Der Logistikdienstleister Kühne+Nagel (KN) wickelt die Geschäfte mit seinen Transportunternehmern von September an auf einer neuen internetbasierten Plattform ab. "Sie bringt Angebot und Nachfrage zusammen, erhöht die Transparenz, verbessert die Effizienz und reduziert die Kosten", erläutert Stefan Paul, das für den Landverkehr verantwortliche Geschäftsleitungsmitglied bei Kühne+Nagel International, im Gespräch mit der Fachzeitschrift trans aktuell.

Über die etwa 200 europäischen KN-Standorte, die Landverkehre anbieten, würden etwa 30.000 Transportunternehmer angeschlossen. Rund zwei Drittel davon hat das Logistikunternehmen bereits nach eigenen Standards zertifiziert, die anderen würden diesen Prozess bis zum Jahresende durchlaufen. Die Zertifizierung umfasst eine Vielzahl an Punkten. "Das fängt beim Code of Conduct an, geht über die Equipment-Steuerung, die Zertifizierung im Bereich Versicherung, Lizenzen bis hin zur Fahrerqualifizierung", berichtet Paul. "Diese Daten stehen uns nun überall, also jeder Niederlassung zur Verfügung."

Jeder Disponent sieht, wo Kapazitäten frei sind

Dass diese Daten mit einem Klick künftig in jeder Niederlassung zur Verfügung stehen, ist laut KN unabdingbar, da auch die Disposition dezentral erfolgt und das Unternehmen die Nähe zum Markt und zum Kunden beibehalten möchte. Die Disposition profitiert von der Plattform, indem jeder Mitarbeiter sieht, wo Kapazitäten frei sind und welches Equipment der jeweilige Transportunternehmer zur Verfügung steht.

Ein Disponent in Mainz ist zum Beispiel sofort darüber im Bilde, welche Transportunternehmer bei der KN-Niederlassung in Barcelona zertifiziert sind und freie Kapazitäten haben und umgekehrt. "Der Auftrag wird elektronisch zu einem fix hinterlegten Preis vergeben, Statusmeldungen und Rechnungsfreigaben erfolgen auch über die Plattform. Das erleichtert den Disponenten die Arbeit", erläutert Paul. Künftig gebe es bei KN einen standardisierten Prozess in Europa. Telefonate und E-Mails würden damit weitgehend abgelöst. Der Kunde wiederum profitiere von der Plattform insofern, als dass ihm die Statusmeldungen zu seiner Sendung noch schneller zur Verfügung stehen.

Matthias Rathmann, trans aktuell Chefredakteur

Autor

Foto

Thomas Küppers

Datum

14. Juni 2016
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