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Neoplan: Wie der Typ Hamburg entstand

Die zweite Neoplan-Baureihe, die der Hersteller 1961 auf dem Genfer Salon und auf der IAA der Öffentlichkeit vorgestellt hat, wurde in der ­Diplomarbeit von Albrecht Auwärter (1936–1994) und Bob Lee (Jahrgang 1937) sowie zwei weiteren Mitstudenten akribisch bis in alle Details konsturiert und durchgerechnet.

Dabei kamen auch Marktforschung und Kostenkalkulation nicht zu kurz. So heißt es über einen der im Vorfeld befragten Kunden: "Herr Frei war anfänglich sehr ablehnend. Als ihm aber anhand der vorstehenden Skizzen erklärt und begründet wurde, war er so überzeugt, dass er uns für den Bau dieses Fahrzeugs einen Auftrag erteilte, unter der Bedingung, dass das Fahrzeug auf dem Genfer Salon am 16. März 1961 ausgestellt wird." Ein hervorragendes Merkmal, das schon in der Diplomarbeit angelegt war, ist die konsequente Modulbauweise. Aufgrund neuer gesetzlicher Regelungen und der Marktsituation verlegte man sich beim Erstlingswerk dann auf die ungewöhnliche Größe eines luxuriösen 26- bis 30-Sitzers mit rund acht Meter Länge, der auf dem Markt damals stark unterrepräsentiert war. Dies begründeten die Diplomanden mit dem stetigen Schrumpfen der Reisegruppen bei gleichzeitigem Wachsen der Komfortansprüche. Eine Zielgruppenanalyse, die heute noch genauso gilt wie damals – 1961.

Autor

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Neoplan

Datum

21. August 2014
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