Crash Zoom

Nach Unfall: Versicherung muss Anwaltskosten ersetzen

Der Geschädigte eines Unfalls kann schon früh einen Anwalt beauftragen, wenn dies zur Wahrnehmung seiner Rechte erforderlich ist.

Die gegnerische Versicherung muss für diese Kosten aufkommen, auch wenn sie den eigentlichen Schaden später nicht voll bezahlen muss. Das entschied das Amtsgericht Balingen (AZ: 3 C 76/13). Das Einschalten eines Anwalts sei nur dann nicht notwendig, wenn die Schuldfrage und die Höhe der Haftungssumme von vornherein klar sei und aus Sicht des Geschädigten kein vernünftiger Zweifel daran bestehen kann, dass der Schuldige seiner Ersatzpflicht nachkommen wird.

Wie die Verkehrsrechtler des Deutschen Anwaltvereins (DAV) mitteilen, war in dem verhandelten Fall ein Autofahrer mit seinem Wagen auf das Fahrzeug eines Autohausinhabers aufgefahren. Dieser beauftragte einen Anwalt. Die Versicherung des Unfallverursachers muss diese Kosten ebenfalls übernehmen, entschied das Gericht. Auch für den Inhaber eines Autohauses mit Erfahrung in der Unfallregulierung sei der Fall nicht leicht zu überblicken gewesen. Es habe mehrere Zusammenstöße gegeben, da noch ein drittes Fahrzeug aufgefahren war.

Autor

Foto

RRF - Fotolia

Datum

14. Februar 2014
5 4 3 2 1 0 5 0
Kommentare
Unsere Experten
Kristina Dietze von der Polizeidirektion Görlitz/ Autobahnpolizei Kristina Dietze Polizeioberkommissarin Autobahnpolizeirevier Bautzen
Expertin für Gefahrguttransporte (aus polizeilicher Sicht), Vermögensabschöpfung im… Profil anzeigen Frage stellen
Götz Bopp, unser Experte für Sozialvorschriften im Straßenverkehr (Lenk- und Ruhezeiten) Götz Bopp Sozialvorschriften und Güterverkehr
Beratung von Unternehmen und Fahrern rund um das Thema Lenk- und Ruhezeiten. Schwerpunkt im… Profil anzeigen Frage stellen
Aktuelle Fragen
Kostenloser Newsletter
Newsletter Small

+++ Tests +++
+++ News +++

Und immer bequem und kostenlos per E-Mail.