Mosolf, Automobillogistiker, Dr Jörg Mosolf Zoom

Mosolf: Modalohr-Anlage in Kippenheim geplant

Der Automobillogistiker Mosolf in Kirchheim unter Teck lässt auf seinem Gelände im badischen Kippenheim eine Modalohr-Umschlaganlage errichten.

Der Automobillogistiker Mosolf in Kirchheim unter Teck lässt auf seinem Gelände im badischen Kippenheim eine Modalohr-Umschlaganlage errichten. Damit können dort nicht kranbare Sattelauflieger auf die Schiene wechseln. "2017 soll das Terminal in Betrieb gehen", sagt der Geschäftsführende Gesellschafter Dr. Jörg Mosolf im Gespräch mit der Fachzeitschrift trans aktuell. "Das Eisenbahn-Bundesamt hat den Antrag grundsätzlich genehmigt, der Förderbescheid steht noch aus – ebenso der Pachtvertrag zwischen Modalohr und uns", ergänzt er.

Fünf Ganzzüge am Tag

Modalohr rechne mit bis zu fünf Ganzzügen am Tag. Dafür müssten nun kapazitätsmäßig die Weichen gestellt werden. Außerdem brauche es noch einen Betreiber. Mosolf kann sich vorstellen, diesen Part selbst zu übernehmen. "Im Fall einer Ausschreibung werden wir uns um die Betreiberrolle bewerben", sagt der Firmenchef. "Wir würden Speditionen die Möglichkeit geben, ihre nicht kranbaren Auflieger in Kippenheim auf die Schiene zu bringen und nach Italien über die Alpen zu befördern", erläutert er. Das Zielterminal solle in der Lombardei in der Nähe von Mailand entstehen.

Modalohr braucht für das Umschlagterminal eine Zufahrt sowie ein etwa 660 Meter langes Gleis mit Auf- und Abfahrrampen. Die benötigte Fläche beläuft sich auf etwa 100.000 Quadratmeter. "Diese Fläche können wir locker frei machen. Wir unterhalten in Kippenheim rund eine Million Quadratmeter", sagt Mosolf. Die Bahn spielt in Kippenheim für Mosolf schon heute eine große Rolle: An dem Standort fertigt der Automobillogistiker auf fünf Gleisen derzeit seine eigenen Automobil-Ganzzüge ab.

Modalohr-Projekt ist auf den Weg gebracht

Die Anlage ist laut Mosolf gut gelegen und an der Rheinschiene für alpenquerende Verbindungen durch den Gotthard prädestiniert. Der Unternehmer hält die Modalohr-Umschlagtechnik, bei der die Auflieger über entsprechende Rampen auf die Waggons wechseln, für ausgereift. Eine Anfrage des Unternehmens Cargobeamer, das auf eine andere Umschlagtechnik setzt, hat Mosolf geprüft, letztlich aber zugunsten von Modalohr abgelehnt. Mosolf hat das Modalohr-Projekt in Kippenheim gemeinsam mit der Beratungsgesellschaft Railistics auf den Weg gebracht.

Matthias Rathmann, trans aktuell Chefredakteur

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Matthias Rathmann

Datum

30. Juni 2014
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