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Regalsysteme: Modul-System überarbeitet Regalsystem für Transporter

Modul-System hat das Regalsystem für Transporter von Grund  auf überarbeitet. Mit hoher Stabilität bei geringerem Gewicht will das schwedische  Unternehmen in Deutschland den Marktanteil ausbauen.

Viele Anbieter reklamieren für sich, der Erfinder von standardisierten Regalsystemen für Transporter und Lieferwagen zu sein. Allerdings gibt es kaum einen Wettbewerber im Segment, der von sich behaupten kann, bereits seit 40 Jahren professionell Fahrzeugeinbauten zu fertigen. Modul-System aus Schweden tut genau das. Das Vorgängerunternehmen Håells Inredningar wurde im Jahr 1970 gegründet und lieferte die ersten Einrichtungssysteme aus, seit 1972 exportieren die Schweden auch.

Seither änderten sich zwar Firmenname und Produktangebot, die Grundidee eines variablen und anpassbaren Fahrzeugeinbaus blieb aber gleich. In diesem Jahr präsentiert das Unternehmen die jüngste Generation ihres Einrichtungssystems. Bei der Entwicklung leisteten sich die Schweden den Luxus, mit einem leeren Blatt Papier zu beginnen. „Wir haben das alte System erst einmal vergessen“, beschreibt Thomas Johansson, Vice President für Marketing und Entwicklung, den Beginn des Prozesses. Einzige feste Vorgaben waren eine nötige Restarbeitsbreite im Fahrzeug zwischen 70 und 80 Zentimeter sowie die Abmessungen der Nutzfahrzeuge im angepeilten Segment. Heraus kam ein Regalbaukasten, dessen Grundbausteine so konzipiert sind, dass mit ihnen prinzipiell jede Fahrzeugeinrichtung aufgebaut werden kann.

Basiselement ist ein quadratisches, pulverbeschichtetes Profil aus hochfestem Stahl im Rastermaß vom 27 mal 27 Millimeter. Aus diesem Profil wird zunächst der Rahmen des jeweiligen Elements zusammengesetzt. Der ist selbst tragend und nach allen Seiten offen, so dass er je nach Bedarf mit Abdeckungen, Schubfächern oder Regalböden bestückt werden kann. Die Modulbreite beträgt grundsätzlich 324 Millimeter, als Tiefe sind 216, 324 und 486 Millimeter verfügbar. An zwei Seiten des Grundträgers befindet sich eine T-förmige Nutschiene, die zur Befestigung der anderen Komponenten dient oder auch für Zubehör wie Werkzeughalter oder verschiebbare Zurrösen (belastbar bis 500 Kilogramm) genutzt werden kann. Zur Verankerung im Fahrzeug kommen Winkelbleche aus Stahl zum Einsatz, die regal- und fahrzeugseitig doppelt verschraubt werden. Bei den in Längsrichtung belasteten Winkeln kommt eine besonders gestanzte Ausführung zum Einsatz. Sie soll im Falle eines Aufpralls aufgrund ihrer speziellen, Ziehharmonika-artigen Form mehr Energie aufnehmen können als die Standardwinkel und gleichzeitig die fahrzeugseitigen Einbaupunkte entlasten. Wie jedes ordentliche Automotive-Produkt aus Schweden, das etwas auf sich hält, hat auch die neue Modul-System-Serie bereits einen Crashversuch (hier: 25 g Verzögerung mit 500 Kilogramm Zuladung) erfolgreich absolviert – alles andere wäre nach zwei Jahren Entwicklungszeit auch eine herbe Enttäuschung gewesen. Die gute Nachricht für den Kunden: Die neuen Einbauten sind – je nach Ausführung – kaum teurer als das bisherige System, wiegen aber gut zehn Prozent weniger. Ein Erfolg des cleveren Materialeinsatzes, meint Thomas Johansson: „Wir setzen Stahl nur dort ein, wo es wirklich nötig ist.“ Ansonsten kommen Alu-Bleche oder Kunststoffe zum Einsatz, so dass unter dem Strich laut Modul System ein Gewichtsvorteil von bis zu 30 Prozent gegenüber herkömmlichen Stahlregalen steht. Nicht zuletzt soll auch der Einbau ins Fahrzeug mit den neuen Modulen schneller von statten gehen. Kein ganz trivialer Punkt – Johansson betont, dass die Einbaukosten je nach Fahrzeug bis zu 50 Prozent des Gesamtpreises des Ausbaus ausmachen können.

Das Ikea-Prinzip im Lieferwagen Auch die Konkurrenz schläft nicht: Sortimo reagiert auf die zunehmende Popularität von Kleinlieferwagen – und ein ähnliches Angebot des Wettbewerbs – und bietet für diese Fahrzeuggattung ab Juni das kompakte Hängeregal Simpleco an. Es besteht aus Kunststoff-Seitenteilen, die mit Fachbodenwannen aus hochfestem Stahl verschraubt werden. Diese sind kompatibel mit den bestehenden Sortimo-Boxen. Dazu kommt ein fahrzeugspezifischer Montagesatz, der ausschließlich die werksseitig im Laderaum vorhandenen Bohrungen als Befestigungspunkte nutzt. Das maximal 32 Kilo leichte Simpleco-Regal wird in zwölf Grundformen für die meisten gängigen Lieferwagenmodelle verfügbar sein und ist nach ECE 17 und ECE 44 Crash-getestet. Bei Vertrieb und Einbau beschreitet das Unternehmen Neuland. Die Simpleco-Reihe lässt sich ab Juni ausschließlich im Sortimo-Webshop bestellen. Die Montage führt der Kunde in Eigenregie durch, so kann Sortimo die Preise sehr knapp kalkulieren. Die Rede ist von einem Einstiegspreis um 300 Euro.

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Cerchez, Modul-System, Sortimo

Datum

1. April 2011
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