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Mercedes-Benz: Vito E-Cell als Siebensitzer

Anlässlich des 82. Automobilsalons in Genf präsentiert Mercedes-Benz den Vito E-Cell als Sieben-Sitzer mit langem Radstand.

Für die Pkw-Welt ist der Genfer Automobilsalon ein Pflichttermin, für Nutzfahrzeug-Fans ist die Schweizer Messe eher nebensächlich. Und doch finden sich dort in jedem Jahr Fahrzeugmodelle für den professionellen Einsatz, zumindest in der Transporterklasse.

Der Stuttgarter Autobauer Mercedes-Benz nutzt diese Gelegenheit und zeigt im Bereich für alternative Antriebe und Elektrofahrzeuge den bereits erwarteten Vito E-Cell Kombi. "Wir haben das Fahrzeug als komfortablen Siebensitzer mit einer Reichweite von etwa 130 Kilometern ausgelegt", sagt der Leiter von Mercedes-Benz Vans Volker Mornhinweg. Das sei weltweit das erste Elektrofahrzeug, das sieben Insassen transportiert, erklärt Mornhinweg.

Im Vito E-Cell Kombi steckt der Vito E-Cell Kastenwagen

Basis für den Personentransporter ist der Vito E-Cell Kastenwagen, der seit gut einem Jahr in einer Kleinserie von rund 500 Stück auf europäischen Straßen fährt. Bis Ende 2012 will Mercedes das Kontingent auf 2.000 Fahrzeuge aufstocken.

Vito E-Cell Kombi und Kastenwagen arbeiten mit derselben Antriebstechnik und identischer Energieversorgung. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass Mercedes auch die Reichweite beim Kombi mit den im NEFZ (neuer europäischer Fahrzyklus) erreichten 130 Kilometern angibt. Wie weit das Fahrzeug unter realen Bedingungen fährt, zeigt sich, sobald Kunden erste Fahrten  damit absolvieren. Zumindest dürfte sich das Mehrgewicht von 230 Kilogramm im Vergleich zum Kastenwagen bemerkbar machen.


Außer für den Verbrauch ist das Mehrgewicht auch für die Nutzlast relevant. Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3.050 Kilogramm und einem Leergewicht von 2.430 Kilogramm bleiben 620 Kilogramm Nutzlast. Da der Fahrer bereits mit 75 Kilogramm in das Leergewicht des Fahrzeugs einbezogen ist, bleiben rund 100 Kilogramm pro Mitfahrer. Das reicht bei reinen Personentransporten aus, viel Luft für Gepäck, Werkzeug oder andere Beladung bleibt da allerdings nicht.


In der Praxis wird sich der Vito E-Cell Kombi trotz der begrenzten Nutzlast beweisen. Es gilt dabei nur passende Einsatzzwecke zu definieren. In der Kastenwagen-Variante hat sich das Fahrzeug auf gut 650.000 Kilometern beispielsweise bei KEP-Dienstleistern als alltagstauglich dargestellt. Mit Distanzen um 80 Kilometern pro Tag und Lasten bis maximal 850 Kilogramm kommen KEP-Fahrer aus. Wirtschaftlich attraktiv für die Unternehmen ist dabei der Tankvorgang, zumindest solange sie die Batterien der Fahrzeuge noch nicht in die Kalkulation einbeziehen müssen.


Neben dem Elektrotransporter stellt Mercedes auf dem Genfer Autosalon vom 8. bis 18. März auch noch das Viano Sondermodell Pearl vor. Dieser soll – ebenfalls in einer Kleinserie produziert – das Flaggschiff der Viano-Baureihe im Bereich exklusives Reisen werden. Der Viano Pearl ist damit wohl eine bezahlbarere Konkurrenz für Modelle aus der Bottroper Edelschmiede Brabus und der Daimler-Tochter AMG.



 
 

Portrait

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Hanselmann

Datum

6. März 2012
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