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Mercedes-Benz Vans: Rekordwachstum im Transporter-Geschäft

Mercedes-Benz Vans beendet das Geschäftsjahr 2015 mit einem Rekordergebnis. Vor allem in Westeuropa, aber auch in Nordamerika mit Einführung des Sprinter und in China mit dem Start des Vito, will sich Mercedes 2016 weitere Absatzpotenziale erschließen.

Der Rahmen des diesjährigen Jahresabschlussgesprächs war mit Bedacht gewählt, bis ins Wein-Regal reiche die Produktoffensive von Mercedes-Benz-Vans aber nicht, konstatierte der Leiter der Transporter-Sparte, Volker Mornhinweg bei der Bilanzpressekonferenz in den Räumen des Getränkegroßhandels Benz-Weine in direkter Nachbarschaft von Mercedes in Stuttgart-Untertürkheim am 15. März. Umso erfolgreicher war der Hersteller beim Absatz von Vans und Transportern im vergangenen Jahr. 321.000 Fahrzeuge wurden an die Kunden ausgeliefert, neun Prozent mehr als im Jahr 2014. Damit erwirtschaftete Mercedes mit 880 Millionen Euro ein gegenüber 2014 um 29 Prozent gesteigertes Ergebnis.

Plus in Westeuropa

88.400 Fahrzeuge setzte der Hersteller im vergangenen Jahr in Deutschland ab. Auf dem gesamten westeuropäischen Markt waren es 208.500, zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Der Marktanteil im Segment der mittelgroßen bis großen Transporter liegt laut Mercedes damit bei 18,4 Prozent. In Osteuropa waren es 32.200 Fahrzeuge. Auf dem russischen Markt, der laut Volker Mornhinweg insgesamt um 31 Prozent zurückging, seien 9.100 Fahrzeuge verkauft worden. Nach den russischen Herstellern GAZ und UAZ sind die Deutschen damit drittgrößter Anbieter. Zusammen mit dem Kooperationspartner GAZ fertigte Mercedes in Russland im vergangenen Jahr den 10.000sten Sprinter Classic.

Rückgang in Brasilien

Das Modell Sprinter leistete auch den größten Beitrag zu den 40.500 abgesetzten Fahrzeugen auf dem nordamerikanischen Markt (32.400 in den USA). Große Hoffnungen setzt Mercedes aber ebenso in den Ende vergangenen Jahres für den nordamerikanischen Markt angepassten Vito namens Metris, der dort Premiere feierte. In Brasilien verzeichnen die Stuttgarter mit 6.500 verkauften Fahrzeugen hingegen ein Minus von 32 Prozent.Volker Mornhinweg: "Der Gesamtmarkt für große Transporter in Brasilien ging um volle 37 Prozent zurück." Mit 15.800 Fahrzeugen in Lateinamerika habe man dennoch fast das Vorjahres-Niveau erreicht. Grund dafür seien gute Geschäfte in Argentinien. 

Wachsendes Geschäft mit Großkunden

Zunehmend wichtiger wird laut Mornhinweg für Mercedes das Geschäft mit Großkunden, das 2015 um 13 Prozent zunahm. In Europa wuchs dieses Geschäftsfeld um zehn Prozent, in den Übersee-Märkten mit Schwerpunkt USA, Mexiko und Australien sogar um 40 Prozent. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Leiter der Transporter-Sparte sowohl bei Groß- als auch bei mittelgroßen und Privat-Kunden weiteres Wachstum. Nach etwa 194.200 verkauften Einheiten 2015 werde dabei insbesondere der Sprinter weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Den Erfolg des Transporters feierte Mercedes bei der Jahrespressekonferenz mit der Übergabe des drei Millionsten Sprinter an den Reisemobil-Bauer Hymer.

5,5-Tonnen-Sprinter noch in diesem Jahr

Auf einen konkreten Zeitpunkt der Markteinführung der nächsten Sprinter-Generation wollte sich Mornhinweg nicht festlegen. Die Produktionskapazitäten, die mit der auslaufenden Crafter-Herstellung für VW Nutzfahrzeuge zum Ende der aktuellen Sprinter-Baureihe frei werden, werde man aber komplett für eigene Produktionssteigerungen nutzen. So soll beispielsweise noch in diesem Jahr eine schwere Variante des Sprinter mit 5,5 Tonnen Gesamtgewicht an den Start gehen. Eine schnellere und vor allem wirtschaftlichere Versorgung des nordamerikanischen Markts verspricht sich Mercedes von einem neuen Transporter-Werk in Charleston, South Carolina, das eine Investition von rund einer Milliarde US-Dollar beansprucht.

Mittelgroßer Pick-up

Bis spätestens in vier bis fünf Jahren will Mercedes sein Fahrzeugangebot zudem durch einen mittelgroßen Pickup erweitern. Ziel-Märkte sind laut Volker Mornhinweg zunächst Lateinamerika, Südafrika, Australien und Europa. Produziert werden soll der neue Pick-up in Spanien (Barcelona) und Argentinien. Große Bedeutung misst Mercedes Vans auch dem Bereich E-Commerce und der damit einhergehenden Distribution mit Transportern zu. Volker Mornhinweg: "Unser Ziel ist klar: Wir machen den Van der Zukunft zum Teil des Internets der Dinge".

Andreas Wolf lastauto omnibus

Autor

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Daimler

Datum

15. März 2016
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