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Mercedes-Benz: Citan steht in den Startlöchern

Am Vorabend zur Eröffnung der niederländischen Nutzfahrzeugmesse Rai hat Mercedes erstmals den Stadtlieferwagen Citan gezeigt. Der gemeinsam mit Renault entwickelte Stadtlieferwagen soll um die 20.000 Euro kosten.

Das erste von Mercedes und Renault gemeinsam entwickelte Fahrzeug nimmt Fahrt auf. Der Citan rangiert unter Sprinter und Vito. Basis des Kangoo-Abkömmlings ist der Kastenwagen in drei Längen von 3,94 über 4,32 bis 4,71 Meter. Ergänzen soll das Programm der Citan Mixto mit langem Radstand, klappbarer Fondsitzbank, Trenngitter zum Laderaum und zwei Schiebetüren. Dritte Variante ist der fünfsitzige Citan Kombi auf Wunsch mit beidseitiger Schiebetüre. Alternativ zur serienmäßigen, asymmetrischen Hecktür gibt es eine Heckklappe und auf Wunsch eine Leiterklappe zum Transport langer Gegenstände. Die zulässigen Gesamtgewichte reichen bis zu 2.200 Kilogramm.

Mercedes mit Kangoo-Genen

Vor etwa zehn Jahren hatte Mercedes mit dem Vaneo schon einmal einen Versuch unternommen, ins Segment der Stadtlieferwagen vorzudringen. Mit einem Preis von rund 30.000 Euro konnte sich dieses Auto aber nicht behaupten und war daher schnell wieder vom Markt. Jetzt beim zweiten Anlauf will Mercedes mit Entwicklungspartner Renault ein deutlich günstigeres Fahrzeug um die 20.000 Euro anbieten, dessen Kaufpreis somit aber leicht über dem des Kangoo liegen wird. Einen genauen Preis will Mercedes aber noch nicht nennen.

Die Abstammung vom Kangoo ist derweil nicht zu übersehen. Typisch Kangoo sind unter anderem die Seitenkontur des Wagens oder die schmalen, senkrecht verlaufenden Rückleuchten. Hingegen zeigt der Vorderwagen mit den schräg gestellten Scheinwerfern, einem trapezförmigen Kühlergrill mit drei gelochten Querstreben und einem riesigen Stern in der Mitte deutlich die Handschrift von Mercedes. Das setzt sich selbst in Details im Innenraum fort: So unterscheidet sich beispielsweise die Kunststoff-Narbung des Armaturenträgers von der Kangoo-Narbung der Türverkleidungen; die Instrumente stammen aus dem Kangoo, ihre Beschriftung aber von Mercedes.

Straffer abgestimmtes Fahrwerk

Die Plattform des Citan kommt aus dem Renault-Werk Maubeuge. Das gilt auch für das Fahrwerk mit hinterer Verbundlenkerachse und die Motoren. Federung, Dämpfung und Stabilisatoren sind laut Mercedes aber straffer abgestimmt. Einstiegsmotor ist der 1,5 Liter-Direkteinspritzer mit 75 PS (55 kW). Hinzu kommen zwei Turbodiesel-Aggregate mit  90 PS (66 kW) und 110 PS (80 kW). Weiter gibt es einen aufgeladenen Benziner mit 114 PS (84 kW). Für die Kraftübertragung auf die Vorderräder sorgen Fünf- oder Sechsgang-Getriebe mit Joystick-Schalthebel in der Mittelkonsole. Die Wartungsintervalle für die Dieselaggregate sind mit bis zu 40.000 Kilometer oder zwei Jahren angegeben.

Auf Wunsch bietet Mercedes für die Dieselmotoren sein Blue-Efficiency-Pakete an, das ein Start-Stopp-System, ein Batterie- und Generatormanagement sowie rollwiderstandsoptimierte Reifen umfasst. Beim Benziner ist das Sparpaket serienmäßig. Auf Mercedes-Niveau ist auch die Serienausstattung des Citan. Neben dem adaptiven ESP gibt es einen Anfahrassistenten und bei den Varianten mit M1-Zulassung Beifahrer-Airbag sowie Thorax-Sidebags und Windowbags für Fahrer und Beifahrer.

Ehrgeizige Absatzziele

Ehrgeizig sind die Absatzziele, die sich Mercedes mit dem Citan vorgenommen hat. Rund 10.400 Mal wollen die Stuttgarter den Stadtlieferwagen im ersten Jahr verkaufen. Die Chancen stehen nicht schlecht, schließlich ist das Lieferwagensegment kräftig am wachsen. Offiziell vorstellen will Mercedes den Citan im September auf der Nutfahrzeug-IAA in Hannover. Kurz darauf soll er dann beim Händler stehen

Andreas Wolf lastauto omnibus

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Andreas Wolf

Datum

18. April 2012
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