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Foto: Daimler

Mercedes-Benz Actros

Produktion der neuen Achse startet

Daimler feiert den Produktionsstart der neuen Achse für den Mercedes Actros. Dank eines völlig neuartigen Ölmanagements soll die R440 "New Final Drive" den Kraftstoffverbrauch des Lkw um 0,5 Prozent reduzieren.

Im Kasseler Mercedes-Werk wird seit gestern die ab Juli im Mercedes Actros erhältliche Achse R440 NFD gefertigt. Die neue Technik in ihrem Achsgetriebe ist geradezu revolutionär: Die Ölmenge, mit der die Zahnräder gleichzeitig gekühlt und geschmiert werden, wird abhängig von der gefahrenen Geschwindigkeit, dem momentan benötigten Drehmoment und der Temperatur gesteuert. Ist die Belastung niedrig, schließt eine Art Drosselklappe die Ölzufuhr in eine eigens dafür installierte Plastikwanne im Achsgetriebe. Die durch das Ölbad fahrenden Zahnräder müssen in der Folge einen weniger hohen Widerstand überwinden, die durch die Aufwirbelung des Schmierstoffes entstehenden "Plantschverluste" werden minimiert. Die Optimierung des Wirkungsgrades der Achse auf nahezu 99 Prozent ist auch auf den neuen Fertigungsprozess zurückzuführen: Mittels moderner Lasertechnik werden im Achsgetriebe liegende Bauteile verschweißt statt verschraubt, die daraus resultierende glatte Oberfläche trägt ihren Teil zur Effizienz der Achse bei.

Achsen-Fertigung in Deutschland und den USA

Die neue R440 NFD wird sowohl im Mercedes-Werk Kassel als auch am US-Standort in Detroit gefertigt. Dr. Frank Reintjes, Leiter Global Powertrain and Manufacturing Engineering Trucks, zeigt sich von ihrer Technik begeistert: "Mit der weltweit ersten intelligenten Lkw-Achse können wir den Kraftstoffverbrauch nochmals um weitere 0,5 Prozent senken. Das beweist einmal mehr unsere Technologieführerschaft und zahlt sich direkt für unsere Kunden aus."

Mit der neuen Actros-Hinterachse halten auch moderne Datenbrillen Einzug in die Produktion: Mithilfe eines kleinen, am Brillengestell montierten Bildschirms können die Mitarbeiter Anleitungs-Videos samt Tonspur in der Ego-Perspektive anschauen. Die Datenbrillen sind Teil des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts "AmbiWise", das auf den Einsatz digitaler Medien am Arbeitsplatz setzt.

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Datum

14. Juni 2017
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