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Mercedes-Benz Actros 2551 L Giga Space: Angry Bird

Es geht also immer noch einen Zacken schärfer: Mika Auvinens neuester Custom-Truck bricht sogar mit dem herkömmlichen Fahrzeugdesign von Mercedes-Benz.

So sieht er also aus, der neueste Lkw von Mika Auvinen aus Hel­sinki. Er ist der wohl beeindruckendste und am aufwendigsten gestaltete Supertruck des Jahres 2014. Mit entsprechend viel Spannung wurde er erwartet. Nach dem ersten Gang um den Actros 2551 lässt sich vor allem eines sagen: Ziemlich grün ist der neue Donnervogel geworden. "Sogar mit einem ganz speziellen Grün!", weiß Designer Fredrik Pahlm von Billackeringen i Mjölby AB aus Schweden zu berichten. "Jede Farbe am Truck wurde ganz speziell zusammengemischt und ist nur auf dem neuen Actros von Mika zu finden." Neben den Entwurfsarbeiten und der Grundlackierung war Fredrik auch für die zahlreichen Linierungen, Logos und Schriftzüge am Truck verantwortlich.

Perttu Papunen drückt dem Actros seinen Stempel auf

Die eigentlichen Gemälde fertigte der finnische Airbrushkünstler Perttu Papunen aus Parkano. So kam es, dass Perttu den beiden derzeit berühmtesten finnischen Fahrzeugen (bei dem anderen handelt es sich um "Madonna" von Juha Ristimaa) seinen Stempel aufgedrückt hat.

Über ein Jahr dauerten die Planungs- und Aufbauarbeiten. Von Ende Januar bis Ostern wurde der Siloanhänger von Nordic Tank lackiert, von Ostern bis Mitte Juli war dann das Zugfahrzeug an der Reihe. Insgesamt arbeitete alleine Perttu Papunen 1.200 Stunden an Truck und Trailer. Für diesen Riesenjob "wanderte" der Künstler sogar für fünf Monate nach Schweden aus. Für 20 Wochen residierte er in einem nahe gelegenen Hotel und nur für ein paar wenige Wochenenden kehrte er in sein Heimatland zurück.

Alles rund um den amerikanischen Trucker-Kult

Mikas "Highway Hero" befasst sich mit allem, was auch nur im entferntesten mit dem amerikanischen Trucker-Kult zu tun hat. Die Fahrerhausseiten des Actros sind der US-Fernfahrerin Lisa Kelly und dem finnischen (und jetzt in Kanada lebenden) Kult-Trucker Juha "Juuso" Lehtinen gewidmet. An den Silos geben sich die beiden Musiker Johnny Cash und Fredrik Lundman die Ehre.

Nicht einmal vor dem gewohnten Frontdesign des Actros machte Mika letztendlich halt. Auch wenn noch so viele Designerstunden in der fein säuberlich herausgearbeiteten Frontpartie des handelsüblichen Actros stecken dürften: Mika machte daraus kurzerhand einen äußerst grimmig dreinschauenden Donnervogel mit weit aufgerissenem Maul. Nur noch ein kleiner Mercedes-Stern unterhalb der Windschutzscheibe erinnert an das deutsche Nest, aus welchem der Grünschnabel einmal gefallen war.

Front lehnt sich an US-amerikanischen Custom-Trucks an

Die Front kann jedoch auch ganz anders interpretiert werden, denn sie lehnt sich auch an die US-amerikanischen Custom-Trucks an und eine gewisse Ähnlichkeit mit einem International Lonestar kann die Front-Optik  des Highway Hero ebenfalls nicht verleugnen. So besitzt der Actros neben amerikanischen Kotflügeln und drei ultralauten "Train Horns" auch eine tief gezogene Sonnenblende und orangefarbene Positionslampen auf dem Dach. Selbst auf die für finnische Fahrzeuge so obligatorischen Fernscheinwerfer oben und unten musste der Truck verzichten.

Vollgestopft mit Ideen und Zubehör

Der Lastzug ist vollgestopft mit Ideen und Zubehör. Sogar der enge Raum zwischen der Fahrerhausrückwand und dem Silo wurde noch in eine Reklametafel für ein amerikanisches Restaurant umfunktioniert. Natürlich samt echten und funktionierenden Neonröhren. Hier kommt auch Mikas gerne zitierter Festivalspruch zum Tragen: „The bar is open!“ Was außen so opulent angekündigt wird, geht im Innenraum munter weiter. Verhoomo Prima aus Helsinki verwandelte die Kabine mit Jukebox und nostalgischem Mikrofon in ein American Diner.

Highway Hero ist unangefochtenes Aushängeschild

Alles, was irgendwie aus Edelstahl gestaltet werden konnte, wurde bei Hio-Mex Oy in Tuusula angefertigt. Der Highway Hero ist nun das unangefochtene Aushängeschild des Betriebes. "Ehrlich gesagt, wissen wir nicht, wie wir diesen Truck in Zukunft noch toppen sollten", gibt Mika grinsend zu. "Wir haben alles realisiert, was wir wollten, und besitzen jetzt einfach keine Ideen mehr."

Bei der finnischen Power Truck Show kamen die bisherigen Ideen jedenfalls bestens an. Gleich fünf erste Preise inklusive dem Titel "Best in Show" konnte Mika nach Hause nehmen. Dies war aber nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was noch kommen sollte: Am 23. August schrieb Mika im schwedischen Jönköping schließlich Festivalgeschichte. Er gewann mit seinem Highway Hero die Nordic Trophy 2014. Zum ersten Mal machte damit ein Mercedes das Rennen – und nicht wie bisher Scania oder Volvo.

Foto

Otto Miedl

Datum

20. November 2014
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Rechtsanwältin Judith Sommer ist Fachanwältin für Arbeitsrecht. Seit über 10 Jahren berät und… Profil anzeigen Frage stellen
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