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Finanzdienste von MAN: MAN ermöglicht Rundum-Service

Flottenbetreibern reicht beim Fahrzeugbauer MAN künftig ein Vertrag, um alles abzudecken – von der Finanzierung bis zum europaweiten Service.

Der Verkaufsmitarbeiter wird zum Kleinunternehmer. Bisher hat er Flottenbetreibern vor allem dabei geholfen, das richtige Fahrzeug auszuwählen. Fragen zu Wartung und Service hat der MAN-Berater ebenfalls beantwortet. Ein Komplettpaket konnte er seinen Kunden aber noch nicht schnüren. Bislang waren dafür immer mehrere Ansprechpartner erforderlich. Das ändert sich nun. Möglich macht es die neue Dienstleistung Full-Service-Leasing, die der Fahrzeugbauer MAN auf der IAA vorgestellt hat. Sie umfasst den bekannten Leasingvertrag mit Kilometerabrechnung sowie einen Wartungs- und Servicevertrag, der in dieser Form neu ist und sich Comfort Super nennt. Damit kann der Kunde beim Händler seines Vertrauens nicht nur sein Fahrzeug konfigurieren und die Finanzierung – Kauf, Leasing oder Miete – regeln, sondern auch alle Werkstattaufenthalte europaweit abdecken. MAN greift dabei auf ein Netzwerk von 1.350 Stützpunkten zurück. Ein Vorteil für den Unternehmer – und eine kleine Herausforderung für den Mitarbeiter.
»Durch Bündelung dieser Dienstleistungen bekommt der Kunde alles aus einer Hand«, erläutert Alfons Fehlner, der den deutschen Vertrieb bei MAN Financial Services leitet. Der Unternehmer schließt nur noch einen Vertrag ab. Bisher waren mindestens zwei Unterschriften erforderlich. Bei Interesse kann der Kunde auch eine Versicherung oder einen Reifenservice abschließen, was ebenfalls im Vertrag festgehalten wird. Dass hinter den Kulissen viele Räder ineinandergreifen, weil unterschiedliche Bereiche innerhalb des MAN-Konzerns angesprochen sind, bekommt der Kunde nicht mit.

Der Hauptvorteil für den Unternehmer dürfte jedoch ein anderer sein: Er spart. »Das Ganze ist erheblich billiger, als wenn er separate Verträge abschließt«, betont Vertriebsmann Fehlner. Den Vorteil finanziell beziffern kann er aber nicht, weil die Konditionen jeweils von den vereinbarten Kilometerleistungen abhängen.
Der Kunde profitiert ferner davon, dass er eine feste monatliche Rate hat, die alles umfasst. »So erhält der Flottenbetreiber absolute Planungssicherheit«, sagt Diplom-Betriebswirt Fehlner. Mögliche Zinssteigerungen und Aufschläge bei Löhnen oder Ersatzteilen führen also zu keinen Anpassungen nach oben. Wie sich die Rate zusammensetzt, erfährt der Kunde nicht. Fehlner hat jedoch die Erfahrung gemacht, dass das eher zweitrangig ist – den Kunden gehe es mehr darum, die Rate frühzeitig zu kennen und vor allem stabil zu halten.

Abschließen können Interessenten den Vertrag über einen festgelegten Zeitraum. Üblich sind im Fernverkehr bei Kilometerleistungen von 150 bis 180 Tausend Kilometern 36 bis 48 Monate. Kunden können das Paket für alle MAN-Fahrzeuge abschließen. Hatte der Konzern zunächst den Service zwei Jahre lang im Schwersegment – also beim Flaggschiff TGX – angeboten, dehnt er ihn seit der IAA nun auch auf die untere und die mittlere Klasse aus.

Vor allem für Flottenbetreiber im europäischen Fernverkehr mit 50 bis 500 Lkw ist die Dienstleistung nach Firmenaussagen von Interesse. Wer im Nahverkehr unterwegs ist und darüber hinaus seine eigene Werkstatt unterhält, wird eher keinen Gefallen daran finden. Bisher drei von zehn Kunden finanzieren ihren Lkw auch bei MAN. Zielsetzung des Konzerns ist es, mindestens ein Drittel dieser Kunden mit der neuen Dienstleistung zu erreichen.

Matthias Rathmann, trans aktuell Chefredakteur

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Datum

15. März 2011
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