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MAN – Bilanz 2015: Fit machen für die Zukunft

Mit einer Reihe von Maßnahmen wie einer neustrukturierten Lkw-Produktion und einer schlankeren Verwaltung reagiert MAN auf die anhaltend schwierige Marktsituation.

Eine sich leicht verbessernde Situation auf dem europäischen Nutzfahrzeugmarkt und eine weiterhin angespannte Lage in Russland und den Schwellenländern, vor allem in Brasilien: Auf diese Formel bringt MAN den Verlauf des vergangenen Geschäftsjahrs. Das Geschäftsfeld Commercial Vehicles der MAN-Gruppe verzeichnete 2015 Aufträge im Wert von rund elf Milliarden Euro, vier Prozent weniger als im Vorjahr. Bei MAN Truck & Bus nahmen die Aufträge um neun Prozent zu, bei MAN Latin America ging der Auftragseingang um über die Hälfte zurück.

Zurückgehende Absätze in Lateinamerika

Der Umsatz des Geschäftsfelds Commercial Vehicles verteilte sich mit neun Milliarden Euro auf MAN Truck & Bus und mit einer Milliarde Euro auf MAN Latin America. MAN Truck & Bus setzte mit 79.222 Fahrzeugen acht Prozent mehr ab als im Vorjahr. Bei MAN Latin Amerika ging der Absatz auf 24.472 Fahrzeuge zurück. Der Bereich MAN Truck & Bus erwirtschaftete im vergangenen Geschäftsjahr ein operatives Ergebnis von 205 Millionen Euro. Davon gehen Restrukturierungsaufwendungen für das 2015 begonnene Zukunftsprogramm in Höhe von 185 Millionen Euro weg und bleiben 20 Millionen Euro. MAN Latin America verzeichnete ein Minus von 120 Millionen Euro.

Zukunftsprogramm zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit

Um die Profitabilität zu steigern habe man investiert und in allen Bereichen entsprechende Maßnahmen eingeleitet, sagt Joachim Drews, Vorsitzender des Vorstands von MAN SE. Wichtigster Schritt sei das Zukunftsprogramm zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit bei MAN Truck & Bus. Dazu zählt eine Neuordnung der Lkw-Produktion und eine schlankere Verwaltung. Die damit einhergehenden Veränderungen im Netzwerk der Omnibus-Produktion seien inzwischen fast komplett umgesetzt. 

Synergien dank der neuen Nutzfahrzeug-Holding

Überzeugt ist der MAN-Vorstand auch von der Realisierung der Volkswagen Truck & Bus GmbH im Mai vergangenen Jahres. In der Nutzfahrzeug-Holding arbeiten MAN Truck & Bus, MAN Latin America und Scania stärker zusammen. Der Verbund strebe ein zusätzliches Synergiepotenzial mit einem operativen Ergebnis von mindesten 650 Millionen Euro pro Jahr an. Synergien sieht MAN vor allem in den Bereichen Beschaffung und Entwicklung. Angesichts der langen Produktzyklen im Nutzfahrzeuggeschäft dauere es aber zehn bis 15 Jahre, bis dieses Potenzial voll ausgeschöpft sein werde.

Verhaltene Erwartungen für das Jahr 2016

Mit eher verhaltenem Optimismus blickt MAN im Geschäftsfeld Commercial Vehicles das Jahr 2016. Der Wettbewerbsdruck in den angespannten Märkten bleibe weiterhin eine Belastung. Der Absatz liege voraussichtlich auf dem Niveau von 2015 und auch der Umsatz werde den Vorjahreswert nicht ganz erreichen. Werte deutlich über dem Vorjahresniveau erwartet MAN bei operativem Ergebnis und operativer Rendite.
 
 

Andreas Wolf lastauto omnibus

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MAN

Datum

11. März 2016
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