Matthias Strehl, Geschäftsführer, Ludwig Meyer Logistik, IAA 2012 Zoom

Ludwig Meyer Logistik: Geschäftsführer Strehl geht einkaufen

Fahrer und Nutzfahrzeug-Fans kommen auf der IAA voll auf ihre Kosten. Speditions-Chefs wie Matthias Strehl machen sich ein genaues Bild vom aktuellen Fahrzeugmarkt.

Hunderte Messebesucher am Scania-Stand, der Andrang ist riesig. Zwischen den Euro-6-Motoren und einem gasgetriebenen Zugfahrzeug tauchen zwei Herren auf. Wer schon länger am Scania-Stand unterwegs ist, erkennt den einen von beiden sofort - Matthias Strehl. Das Konterfei des Geschäftsführers von Ludwig Meyer Logistik (LM) steht als großformatiger Druck auf dem Stand.

Strehl ist Kunde bei Scania, der größte in Deutschland. Und Strehl ist Pionier. Er setzt seit einiger Zeit im Verteilerverkehr auf Lkw mit CO2-armem Erdgasantrieb (CNG). Scania unter anderen liefert dafür die Fahrzeuge. "Gasantriebe sind unwahrscheinlich sexy", kommentiert Strehl. Die Technik passe gut zum Interesse von Meyer Logistik an alternativen Antrieben. Auf dem Weg zu Iveco erklärt Strehl: »Es muss Impulse geben - im Interesse neuer Entwicklungen. Einer muss ja was machen.« Es sei die Aufgabe mittelständischer Unternehmen, die es sich leisten können, neue Technologien zu fördern.

Iveco Stralis als Kaufoption

Als Strehl bei Iveco ankommt, dauert es nur wenige Augenblicke, bis ein Verkäufer bei ihm steht. "Flüssiggas, also LPG, interessiert uns", sagt Strehl. Er wolle ohnehin im kommenden Jahr den Iveco New Stralis in den Fuhrpark aufnehmen, da sei auch Flüssiggas als Kraftstoff eine Option. Strehl spricht mit dem Iveco-Berater und vereinbart ein Verkaufsgespräch.

"Wir nutzen die Tage auf der IAA vor allem, um zusätzliche Fahrzeuge, Aufbauten und Auflieger zu erwerben." Erst gestern habe er an der Halle von Mercedes einen Euro-6-Actros übernommen, erzählt Strehl. Dabei sei ihm der Mercedes Citan aufgefallen, den habe er dann gleich mitbestellt.

Mehr Reichweite mit CNG

Strehl ist gut informiert. "Wir stehen mit den Herstellern in ständigem Kontakt." Aber manches ist auch für ihn brandneu. Am Kögel-Stand steht ein Trailer mit CNG-Tanks unterflur. So soll sich die Reichweite der Zugmaschine auf bis zu 1.000 Kilometer vergrößern. Für die Gas-Flotte von Strehl könnte das Konzept eine neue Dimension in Sachen Reichweite aufspannen.

Mit einem Kögel-Flyer in der Hand bricht Strehl dann auf in Richtung Volvo. Auf dem Weg macht er noch einen Abstecher zu Schmitz-Cargobull, die ihre Ausstellungsfläche direkt neben Kögel haben. Die erste Frage an den Verkäufer der Elefanten-Truppe lautet: "Wäre so ein Gas-Trailer á la Kögel für Euch nicht auch interessant?" Die passende Antwort bleibt erst einmal aus. Nach einer kurzen Stärkung geht es für Strehl direkt zu Volvo. Dort will er noch über den Kauf eines Hybrid-Lkw sprechen, denn der passt gut in die Meyer-Flotte, hat die Spedition doch schon einige Zeit einen Atego-Hybrid. Strehl muss sich beeilen – von der Halle der Trailerhersteller zum Volvo-Stand ist es ein ganzes Stück und durch die vielen Messebesucher geht es nur langsam voran.

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Augustin

Datum

24. September 2012
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