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Logistikkonzern Rhenus: Erfolgreich durch raue See

Vom lokalen Schifffahrtsdienstleister zum global tätigen Logistikkonzern – Rhenus feiert 100. Geburtstag.

Sie galt als unsinkbar. Trotzdem ist die Titanic bereits auf ihrer Jungfernfahrt gesunken. Ein im Gegensatz dazu eher kleines Schiff, das ebenfalls 1912 vom Stapel lief, hat dagegen den Gefahren der Ozeane getrotzt. Und nicht nur das: Es ist heute auf allen Weltmeeren zu Hause. Die Rede ist vom international tätigen Logistikkonzern Rhenus, der in der vorigen Woche mit rund 150 Geschäftspartnern in Frankfurt seinen 100. Geburtstag feierte. Die Parallele zur Titanic zog auf der Festveranstaltung übrigens Prof. Dr. Michael ten Hompel, Leiter des Fraunhofer Instituts für Materialfluss und Logistik in Dortmund.

Zwar war Rhenus nie ernsthaft vom Kentern bedroht. Doch wie der Ozeanriese bewegte sich auch die Firma oft in rauer See. Vorstandschef Klemens Rethmann erinnerte an Fusionen, Zukäufe und Neuorganisationen, welche die Firmenstruktur immer wieder verändert hätten.

Rhenus Transport-Gesellschaft seit 1912

"1998 erhielt die traditionsreiche Rhenus dann ihren sicheren Heimathafen", sagte Rethmann. In dem Jahr erwarb die Rethmann-Gruppe das Unternehmen, das am 13. November 1912 in Frankfurt als Rhenus Transport-Gesellschaft gestartet war. Schwerpunkte waren zunächst das Vermarkten von Schifffahrtsleistungen, aber auch Spedition und Lagerei.

Als Rhenus unter das Dach der Rethmann-Gruppe rückte, belief sich der Jahresumsatz auf 830 Millionen Mark. Heute steht Rhenus für 3,3 Milliarden Euro Umsatz und 19.000 Beschäftigte in über 350 Standorten weltweit. Wie der Umsatz hat sich seitdem auch der Fokus vergrößert: Die Geschäftsbereiche lauten heute Kontrakt-, Fracht- und Hafenlogistik sowie öffentlicher Transport. Zuletzt hatte der Konzern durch die Übernahme der europäischen Wincanton-Aktivitäten mit rund 3.000 Mitarbeitern voriges Jahr von sich reden gemacht.

Maßgeblich für den Firmenerfolg ist laut dem Vorstandschef auch der Umstand, dass sein Unternehmen dezentral in – wie er es nennt – fokussierten Einheiten unterwegs ist. Die könnten flexibler reagieren und hätten einen engeren Draht zur lokalen Kundschaft als vielleicht ein zentral geführtes Gebilde.

Together with Passion

Dass Rhenus so schnell wachsen konnte, ist laut Rethmann auch darauf zurückzuführen, dass ein Familienunternehmen nachhaltiger, etwa unabhängig von Quartalsberichten, operieren könne. Und um die Liquidität der Gesellschaft muss sich auch keiner Sorgen machen: "Nichts von dem, was wir seitdem erwirtschaftet haben, wurde der Gesellschaft entnommen", betonte Rethmann.

Dennoch dankte er den Banken, die seine Gruppe bei Integration und Weiterentwicklung von Rhenus begleitet hätten. Überhaupt nahm Rethmann den Geburtstag zum Anlass, um Danke zu sagen: Einmal an Kunden und Mitarbeiter – nicht umsonst hat sich Rhenus den Slogan "Together with Passion" gegeben und der Jubiläumsveranstaltung den Titel "Forum Partnerschaft".

Rethmanns Dank galt aber auch der Politik und den Anwohnern seiner Logistikanlagen. "Unsere Lkw sind deutlich leiser geworden, aber sie machen noch immer Krach", sagte er. Was die Politik angeht, so unterstrich der Firmenchef, werde zwar viel über den Zustand der deutschen Verkehrswege geklagt. "Aber wer einmal mit wachen Augen woanders unterwegs ist, stellt fest, wie gut wir es hier haben."

Matthias Rathmann, trans aktuell Chefredakteur

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Rhenus

Datum

29. November 2012
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