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Logistikbranche in Thüringen: Verdi bricht Tarifverhandlungen ab

Laut LTV war  der Entgelttarifvertrag Logistik sowie der Manteltarifvertrag fristgemäß zum 30. Juni gekündigt worden. Der LTV als Vertreter der Arbeitgeberseite und die Gewerkschaft Verdi als Vertreter der Arbeitnehmer hätten daher bereits ab 30. Mai mit neuen Verhandlungen begonnen.

Zunächst habe sich die Tarifkommissionen mit den geforderten Änderungen der Arbeitgeber zum Manteltarifvertrag beschäftigt, um die Arbeitsbedingungen an das E-Commerce-Geschäft der Logistikdienstleister anzupassen.

Verdi fordert sieben Prozent mehr

Der Bruch kam in den Diskussionen zum Entgelt der Logistikarbeitnehmer:  Verdi forderte demnach eine Erhöhung der Entgelte um sieben Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten sowie die Erhöhung der Jahressonderzahlung von derzeit 600 auf rund 2.000 Euro; die Arbeitgebervertreter boten mit Blick auf die Jahresteuerungsrate und aktuellen, vergleichbaren Tarifabschlüsse aus dem Logistikbereich eine Erhöhung um 2,9 Prozent zum 1. Juli sowie weitere 2,7 Prozent zum 1. Oktober 2018 sowie eine schrittweise Erhöhung der Jahressonderzahlung um 50 Prozent. Das wären zusammen gerechnet plus 5,6 Prozent und 300 mehr Sonderzahlung gewesen.

Zum "großem Unverständnis" der Arbeitgebervertreter der Logistikbranche in Thüringen und teilweise in Sachsen hätten die Arbeitnehmervertreter "die bis dahin sehr konstruktiven Verhandlungen" abgebrochen. "Aufgrund dieser Sachlage müssen wir den Verbrauchern nun erklären, dass durch die Arbeitskampfmaßnahmen der Verdi Sendungen in den kommenden Wochen möglicherweise später geliefert werden oder Regale im Einzelhandel nicht aufgefüllt werden können", teilt der LTV mit.

Ilona Jüngst

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Datum

5. Juli 2017
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