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Logistik-Indikator: Konjunktur kühlt sich ab

Die deutsche Logistikkonjunktur hat sich zum Jahresauftakt weiter abgekühlt. Unternehmen blicken aber wieder optimistischer in die Zukunft.

Das ist das Ergebnis der Februar-Befragung des Logistik-Indikators vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und der Bundesvereinigung Logistik (BVL) für das erste Quartal 2012. Demnach ging die Bewertung des Geschäftsklimas um 3,1 Punkte auf 123,7 Zähler zurück und liegt somit 23,7 Punkt über dem konjunkturellen Normalwert von 100. Die Lageeinschätzung der 100 befragten Unternehmen ging mit 16,8 Zählern zurück. Die Erwartungen legten um 10,6 Zähler zu, was auf eine anziehende Logistikkonjunktur im Jahresverlauf schließen lässt. Besonders schlecht schätzen Logistikdienstleister die Lage ein. Der Wert gab hier um 24 Punkte auf 119 Zähler nach. Die Geschäftslage wird weiterhin als gut bezeichnet. Die Geschäftserwartungen, die auf die kommenden zwölf Monate abzielen, liegen mit 116,4 Punkten und einem Plus von 9,4 Zählern fast gleichauf wie die Lageeinschätzung. Auf der Anwenderseite in Industrie und Handel hat sich das Klima insgesamt auf den Wert des Vorquartals eingependelt. Die Werte für die Lageeinschätzung mit 138,1 Zählern (Minus 9,4 Zähler) und für die Erwartungen mit 121 Zählern ( Plus 11,8 Prozent) nähern sich an.


Ein weiteres Ergebnis des Logistik-Indikators hat ergeben, dass knapp 60 Prozent der befragten Logistikexperten wegen der energiepolitischen Wende (Ausstieg aus der Atomenergie) mit negativen Auswirkungen für ihr  Geschäftsmodell rechnen. 44 Prozent der Logistikdienstleister rechnen mit zusätzlichen finanziellen Belastungen, um den Ausbau der Netzinfrastruktur zu bewältigen. Bei den befragten Unternehmen aus Industrie und Handel sind es 31 Prozent. Sie sehen sich dagegen mit 26 Prozent stärker mit einem zusätzlichen Vorsorgeaufwand gegenüber Engpässen konfrontiert. Diese Sorge treibt bei Logistikdienstleistern15 Prozent um. Der Logistik-Indikator basiert auf der quartalsweisen Expertenbefragung der jeweils 100 größten deutschen Unternehmen, für die Logistikleistungen als Anbieter (Logistikdienstleister) beziehungsweise als Anwender in Industrie und Handel eine besondere Rolle spielen.


Susanne Spotz, ETM online

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Datum

5. März 2012
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