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Lkw-Navi Tom Tom Trucker 6000: Sprachbedienung und großes Display

Mit dem Lkw-Navigationsgerät Trucker 6000 beschreitet Tom Tom neue Wege.

Zum einen bietet es eine Bilddiagonale von sechs Zoll (rund 15 Zentimeter) und ist damit um einen Zoll größer als das Vorgängermodell Tom Tom Pro 5150 (etwa 12,7 Zentimeter). Zum anderen kommt das Gehäuse deutlich abgerundeter daher. Auch bei der Benutzerführung beziehungsweise -anzeige hat sich einiges getan. Hinzu kommt ein kapazitives Display, das auch Gestensteuerungen erlaubt. Das ermöglicht beispielsweise das Heran- oder Wegzoomen mit zwei Fingern oder auch das Auswählen und Ansteuern per Fingertipp aller in der Karte eingeblendeten Icons.

Mittlerweile können übrigens auch wieder POIs (Points of Interest, Sonderziele) von Drittanbietern aufs Tom Tom geladen werden, die Niederländer lassen nämlich zu, dass die sogenannten OV2-Dateien auf dem Navi installiert werden dürfen. Wer also beispielsweise den kostenlosen Service von POI Base nutzt, der kann ausgesuchte Sonderziele nachladen, wie etwa die Akzeptanzstellen der Servicekarte UTA.
Das Verwalten der Kartendaten sowie der übrigen Informationsdaten funktioniert über die ebenfalls neue Software Mydrive Connect von Tom Tom, die zwar installiert werden muss, aber dennoch online über den Browser interagiert.

Von der Grundlogik ist alles beim Alten geblieben. Wie gehabt lassen sich die Maße und Gewichte sowie Einschränkungen bezüglich Gefahrgut eingeben. Die Lkw-spezifische Routenführung war weitgehend ohne Fehl und Tadel. Für das Fahrzeug gesperrte Straßen werden auf der Karte lila angezeigt. Allerdings finden sich keine weiteren Icons oder Hinweise, warum eine Straße außen vorgelassen wird. Auch gibt es keine Warnung, wenn man trotzdem auf die betreffende Straße fährt. Dafür routet das Trucker 6000 den Fahrer aber frühzeitig um. Nimmt der Fahrer eine andere Route, sucht das Gerät eine Alternative.

Das Navi antwortet

Erstmals hat Tom Tom einem Lkw-Navi eine Sprachsteuerung spendiert. Aktiviert wird sie mit dem Satz "Hallo Tom Tom". Das Navi antwortet mit "Ich höre", danach kann der Eingabewunsch gesprochen werden. Für die Sprachsteuerung muss allerdings eine Stimme ausgewählt sein, die die Straßennamen spricht. Standardmäßig ist auf dem Trucker 6000 die Computerstimme Yannick installiert, sodass das kein Problem darstellt. Allzu weit entfernt sollte das Gerät allerdings nicht angebracht werden.

Tom Tom empfiehlt einen Abstand von einer Armlänge – der sollte schon aus Gründen der Bedienbarkeit eingehalten werden. Doch selbst dann funktioniert das Ganze nur mäßig gut. Erst recht dann, wenn in der Fahrerkabine ein gewisser Geräuschpegel herrscht. Den Ton des Radios dreht man ohnehin besser ab. Positiv: Das Navi blendet die möglichen Sprachbefehle auf dem Display ein, sodass die Spracheingabe selbsterklärend funktioniert. Auf eine Koppelung mit dem Smartphone verzichtet der Hersteller weiterhin, sodass das Trucker 6000 nicht als Freisprecheinrichtung eingesetzt werden kann.

Alles in allem hat Tom Tom nicht nur die Gehäuseform abgerundet. Auch die Bedienbarkeit hat durch den berührungsempfindlichen Bildschirm, der Gestensteuerungen wie das Zoomen erlaubt, deutlich gewonnen. Wozu im Übrigen auch das komplett überarbeitete Auswahlmenü beiträgt.

Technische Daten

Preis (netto): 399 Euro (UVP)
Kartenmaterial: Tom Tom Maps
Kartenabdeckung: 45 europäische Länder, davon 25 mit Lkw-spezifischen Daten
Updates: Lebenslange Karten- und Software-Updates
Display: 6 Zoll / 15,24 cm (kapazitiv)
Bildformat: 16 : 9
Auflösung: 480 x 800 Pixel
Verkehrsfunk: Tom Tom Traffic mit Radarwarner (1 Jahr inklusive, danach kostenpflichtig) sowie TMC
Sonstiges: Spracheingabe, integriertes GSM-Modem mit SIM-Karte für Traffic-Dienste, interner Speicher mit 16 GB, Speichererweiterung mit Micro-SD-Karte, aktive Magnethalterung, Klebeplatte

Portraits

Autor

Foto

TomTom

Datum

14. August 2015
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