Vier Tote bei furchtbarem Unfall auf A6 - Lkw rast in Stauende 8 Bilder Zoom

Lkw fährt auf Stauende auf: Schwere Lkw-Unfälle auf der A 6 bei Nürnberg

Die Serie der schweren Lkw-Unfälle reißt nicht ab. Innerhalb weniger Stunden ereigneten sich am Dienstagnachmittag und am Mittwochmorgen auf der A 6 bei Nürnberg zwei Verkehrsunfälle, bei denen insgesamt fünf Menschen starben.

Beim ersten Unfall kurz vor dem Autobahnkreuz Nürnberg-Ost in Fahrtrichtung Heilbronn kam eine vierköpfige Familie aus dem Kreis Ludwigsburg ums Leben. Ihr Pkw der Marke Dacia befand sich am Stauende, auf das der Fahrer eines aus Bulgarien kommenden Sattelzugs aufgefahren war. Der Dacia wurde daraufhin unter den Trailer eines weiteren bulgarischen Lkw geschoben. Im Pkw starben eine Frau und drei Kinder im Alter von neun Monaten, zwei und fünf Jahren. Ein 33-jähriger Mann wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Warum der Fahrer den Stau übersehen hat, ist unklar

"Wir haben weiterhin keine Erkenntnisse darüber, warum der Lkw-Fahrer das Stauende übersehen hat", sagt ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken gegenüber der Fachzeitschrift trans aktuell. Denn sowohl der Fahrer des auffahrenden Sattelzugs als auch der des vorderen Lkw seien schwer verletzt in der Klinik. Ob der Fahrer seine Lenkzeit überschritten hat, kann die Polizei noch nicht beantworten. "Das ist alles Gegenstand der Ermittlungsarbeit." Die Autobahn war mehrere Stunden lang in beide Richtungen voll gesperrt, etwa 160 Einsatzkräfte waren vor Ort.

Lkw-Fahrer offenbar eingeschlafen

Nur wenige Stunden später krachte es nicht weit entfernt auf der A6 erneut. Ein 46-jähriger tschechischer Fahrer verlor gegen vier Uhr die Kontrolle über seinen Lkw und kam vor dem Autobahnkreuz Nürnberg-Ost in Fahrtrichtung Heilbronn von der Fahrbahn ab. Nach ersten Ermittlungen geht die Polizei davon aus, dass er eingeschlafen war. Beim Wiedereinscheren auf die Autobahn prallte der Sattelzug auf einen am Seitenstreifen stehenden polnischen Lkw. Der Fahrer wurde in seinem Fahrerhaus eingeklemmt und starb an der Unfallstelle. Der 44-jährige Beifahrer kam mit Verletzungen ins Krankenhaus, der 43-jährige bulgarische Fahrer des parkenden Lkw blieb nach Polizeiangaben unverletzt. Er wollte seine Ruhezeit nehmen, gegen ihn wird nun ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. An der Unfallstelle kam es zu einer Teilsperrung der Autobahn.

Matthias Rathmann, trans aktuell Chefredakteur

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NEWS5 / Schwan

Datum

18. Mai 2016
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