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Leseraktion Kombinierter Verkehr: Nachhaltig unterwegs

Ist der Kombinierte Verkehr eine Lösung, um die eigene Emissionsbilanz und die des Kunden zu verbessern? Verschiedene Spediteure haben das im Rahmen der trans aktuell-Leseraktion getestet – etwa die Fritz Gruppe aus dem schwäbischen Heilbronn und die Spedition Schnellecke aus Braunschweig.

Aus Gründen der Nachhaltigkeit interessiert sich die Fritz Gruppe für den Kombinierten Verkehr. Wie die Verlagerung praktisch läuft, zeigte ein erster Versuch in Kornwestheim. Nach nicht mal einer halben Stunde ist die Sache für Fernfahrer Marc Riedmüller gelaufen - gerade so lange dauern seine ersten Erfahrungen mit dem kombinierten Verkehr: Anmeldung in der Agentur, Fahrzeugkontrolle, Zuweisung der Kranbahn. "Das ist komplettes Neuland für mich", sagt er, und schaut dem Sattelanhänger nach, der hoch über seinem Kopf entschwebt. Destination ist Hamburg.

Neuland ist es auch für seinen Arbeitgeber, die Fritz Gruppe aus Heilbronn. Die Verantwortlichen des Unternehmens stellen zwar schon länger Planungen zum Kombinierten Verkehr an. Mit der Teilnahme an der Leseraktion von trans aktuell, Kombiverkehr und Euroleasing sollen jetzt Fakten geschaffen werden. Der Grund ist einfach: "Nachhaltigkeit ist für uns und auch unsere Kunden ein großes Thema", sagt Heiko Max. Er ist Prokurist bei der Fritz Spedition, dem Geschäftsbereich, bei dem sich alles hauptsächlich um den Transport dreht.

Nachhaltigkeit ist für die Fritz Gruppe kein Lippenbekenntnis. Bereits seit 2010 erstellt der Mittelständler jährlich einen Umweltbericht. Der enthält auch den sogenannten Corporate Carbon Footprint (CCF), der alle direkten und indirekten Emissionen umfasst. 2011 macht dies auf Basis des Treibhausgasprotokolls insgesamt 18.227 Tonnen CO2. 15.777 Tonnen oder 86 Prozent davon entfallen auf den Transport durch eigene Fahrzeuge und durch Subunternehmer. "Wir wollen da nicht stehen bleiben", sagt Max. Ob der Kombinierte Verkehr für die Fritz Gruppe eine mögliche Alternative ist, um die Emissionen zu senken?

Kombinierten Verkehr live erleben, diese Gelegenheit packte auch Ralf Kielhorn von Schnellecke beim Schopfe − mit der Relation Leipzig−München. Die Spedition Schnellecke aus Braunschweig mit bundesweiten Niederlassungen will auf eigenen Direktverkehren und auf den ihrer Kunden grüner werden. "Die Kundenbereitschaft ist sehr groß, auch Laufzeiten zu expandieren", sagt Ralf Kielhorn, Leiter des Business Developments der Schnellecke-Transportsparte. Doch ziehen die Kunden mit?

Eineinhalb Jahre lang war Kielhorn mit dem Kombiverkehr- Gebietsleiter Mitte/West Henning Harkebusch im Gespräch. Da kam die Einladung von trans aktuell jetzt wie ein Startschuss zur rechten Zeit. Es galt zunächst, eine geeignete Relation zu finden und die eigenen Prozesse mit den KV-Anforderungen abzugleichen. Normalerweise hat Schnellecke Mega-Trailer im Einsatz. Für den KV-Versuch mit dem potenziellen Neukunden ließ Euroleasing einen nagelneuen Standard-Trailer aus Hamburg liefern. Für seine Jungfernfahrt legt er nun die KV-Relation Leipzig-München zurück.

Autor

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Foto

Thomas Küppers

Datum

19. November 2012
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