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Lang-Lkw in Baden-Württemberg: SPD übt Druck auf Grüne aus

Nach einem Vorstoß des Lkw-Bauers Daimler scheint die Diskussion über Lang-Lkw in Baden-Württemberg wieder entfacht zu sein.

Daimler hatte laut Angaben der Stuttgarter Nachrichten einen Antrag auf Sondergenehmigung für 17 Strecken zu den eigenen Werken eingereicht. Demnach könne Daimler mit Lang-Lkw 9.500 Lkw-Fahrten sowie 2.700 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. "Fahrten durch Städte kommen für uns nicht in Frage. Es geht nur um Autobahnstrecken, die mit der Schiene gar nicht bedient werden können", so der Hersteller. Verkehrsminister Hermann ist aber, auch nach einem Gespräch am Freitag, nach wie vor gegen eine solche Sondergenehmigung. "Dann würde die Ausnahme zur Regel", zitiert die Zeitung Hermann.

Im Koalitionsvertrag der Grün-Roten Landesregierung ist vereinbart, sich nicht an den Lang-Lkw-Versuchen zu beteiligen. Dennoch erhöhe die SPD nun den Druck auf ihren Koalitionspartner. "Weil es eine neue Faktenlage bei den Lang-Lkw gibt, wollen wir mit dem Koalitionspartner reden", sagt Verkehrsexperte Hans-Martin Haller. "Ein einfaches Nein hilft jetzt nicht mehr weiter." Die SPD sei bereit, ihre bisherige Position zu überdenken. "Die Vereinbarung im Koalitionsvertrag ist bekannt und gilt", entgegnet der Baden-Württembergische Wirtschaftsminister Nils Schmid der Zeitung. "Sollte sich hier bei unserem Koalitionspartner eine neue Offenheit andeuten, werden wir uns Gesprächen sicher nicht verweigern." Im September hat das Bundesamt für Straßenwesen zudem in einem Zwischenbericht des Feldversuchs bereits von positiven Ergebnissen gesprochen, unter anderem eine Kraftstoffersparnis von 25 Prozent. Zudem führten Lang-Lkw zu keinem erhöhten Aufwand für die Erhaltung der Infrastruktur.

Ford Transit Custom

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Jacek Bilski

Datum

22. Dezember 2014
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