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Ladungskooperation Elvis: Angebot für Großverlader

Elvis will sich im Markt der Komplett- und Teilladungen neu positionieren und das Geschäft mit Direktkunden ausbauen. Dabei geht das Bündnis gezielt auf Großverlader zu.

Die Ladungskoopera­tion Elvis aus Alzenau will vermehrt für große Verlader tätig werden und deren Transportbedarf steuern. Dazu hat sie die Gesellschaft Elvis Lead Logistics gegründet, die im ersten Schritt das bestehende Direktkundengeschäft übernommen hat. Die neue Firma hat ihre operative Tätigkeit zum 1. Mai aufgenommen und verfügt über eine Gesellschafterstrukur, die sich aus 17 Aktionären aus der Elvis AG zusammensetzt. Sie steht unter der Führung von Brenda Klee, die schon bisher bei Elvis gearbeitet hatte.
Die Kooperation reagiert mit dieser Neustrukturierung auf die zunehmenden Anfragen von Großverladern und schafft nach eigenen Angaben damit die Voraussetzungen, um besser auf dieses Großkundengeschäft reagieren zu können. "Wir werden zunehmend als leistungsfähiges Transportnetzwerk mit eigenem Fuhrpark wahrgenommen, was dazu führt, dass sich immer häufiger Kunden mit großen Ladungsströmen an uns wenden", erläutert Elvis-Vorstand Jochen Eschborn im Gespräch mit trans aktuell.

Lokaler Partner hat nicht zwingend die nötigen Ressourcen

Hinter den bisherigen Strukturen stand die Philosophie, dass die lokalen Partner immer in die einzelnen Transportaufgaben einbezogen werden. Allerdings führte diese Vorgehensweise Eschborn zufolge nicht immer zur optimalen Leistungserbringung mit den besten wirtschaftlichen Ergebnissen. Es sei nicht in allen Fällen gewährleistet, dass der lokale Partner tatsächlich über die Kapazitäten und Ressourcen verfügt, um das in seiner Region anfallende Transportvolumen abfahren zu können.

Zielsetzung der neuen Gesellschaft ist es, als Logistikpartner für die verladende Industrie von der Analyse bis zur operativen Steuerung von gesamten Transportpaketen die Veranwortung zu übernehmen. Besonders im Fokus stehen dabei Kunden aus den Branchen Handel und Konsumgüterindustrie.

"Im Vordergrund  der Kontaktaufnahme mit dem Kunden steht nicht nur die Übernahme von Transporten, sondern vor allem die Entwicklung eines ganzheitlichen und optimierten Transport- und Steuerungskonzeptes", erklärt Elvis Lead Logistics-Vorstand Brenda Klee. "Wir erkennen gemeinsam mit unseren Kunden, dass der rasche Wechsel von Transportdienstleistern, um Frachtkosten zu reduzieren, oftmals mit Qualitätseinbußen einhergeht." Es stelle sich die Frage, ob die Kosteneinsparung pro Transport im Gesamten betrachtet tatsächlich die beste Entscheidung war.

Erweiterter Frachtführerstamm

Die beste Transportlösung muss aber nicht zwingend der eigene Fuhrpark sein: Obwohl die Elvis-Flotte mehr als 15.000 ziehende Einheiten zur Verfügung hat, muss das nicht immer die sinnvollste oder wirtschaftlichste Variante sein.

Als eine der Hauptaufgaben sieht die neue Elvis-Gesellschaft daher den Aufbau eines erweiterten Frachtführerstamms an, der wirtschaftlich sinnvoll die nötigen Ladungskapazitäten bereitstellen kann. "Nur wenn die neue Tansportaufgabe sich optimal mit dem Bestandsgeschäft des Frachtführers kombinieren lässt, ist man in der Lage, den wirtschaftlich besten Preis zu ermitteln", sagt Klee. Hierin sieht sie die wichtigste Aufgabe in den kommenden Wochen und Monaten. Denn nachdem die neue Firma nun gegründet wurde, geht die eigentliche Arbeit erst richtig los.

Matthias Rathmann, trans aktuell Chefredakteur

Autor

Foto

Thomas Kueppers

Datum

21. Mai 2015
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