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Ladungsdiebstahl: Kravag-Leitfaden hilft vorzubeugen

Speditionen können sich vor Ladungsdiebstahl schützen. Viel gewonnen ist, wenn sie die Daten ihres Transportdienstleisters vor dem Vertragsabschluss etwas intensiver unter die Lupe nehmen.

Das ist eine zentrale Erkenntnis aus einer neuen Studie zum Thema Lkw-Ladungsbetrug und Unterschlagung im Auftrag des Gewerbeversicherers Kravag. Er hat in einem Leitfaden aufgelistet, worauf Logistikunternehmen beim Überprüfen ihrer Frachtführer achten sollten. Besonderes Augenmerk sollten sie auf die Telefonnummern ihrer Geschäftspartner legen. "Es ist sinnvoll, hier eine Plausibilitätsprüfung vorzunehmen", empfiehlt Rechtsanwalt Axel Salzmann, der das Kravag-Kompetenzzentrum Straßenverkehrsgewerbe und Logistik leitet.

Gibt es die Telefonnummer tatsächlich, handelt es sich um eine Festnetznummer und vor allem um den Anschluss eines Transportunternehmens? Das alles lässt sich checken, wenn man ein wenig Zeit investiert. Um Speditionen die Arbeit zu erleichtern, hat das Versicherungsunternehmen die Vorwahlen der Mobilfunknummern aus 18 Ländern in Europa aufgelistet. Mit einem Blick lässt sich so erkennen, ob es sich um einen Festnetz- oder Handyanschluss handelt. Im zweiten Fall ist besondere Vorsicht angebracht.

Ein Festnetzanschluss allein gebe aber auch noch keine Sicherheit, berichtet Studienautor Stefan Siuda. Denn die Gauner können auch von einer Tankstelle oder einem Internetcafé aus anrufen, was dem hiesigen Spediteur eine vermeintlich seriösere Festnetznummer vorgaukelt. Daher gelte es auch die E-Mail-Adresse, die mögliche Homepage des Unternehmens sowie zu guter Letzt die Daten des Fahrers einem Check zu unterziehen, erklärt Siuda.

Matthias Rathmann, trans aktuell Chefredakteur

Autor

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Polizei

Datum

20. August 2014
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