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Kühlauflieger umgerüstet: Bruhn macht Trailer fit für die Schiene

Die Spedition Bruhn aus Lübeck ist einer der Pilotkunden des Systems Tomlift. Die Skandic Service Gesellschaft vertreibt das System in Norddeutschland. Tomlift macht konventionelle Auflieger fit für den Kombinierten Verkehr.

Im Kombinierten Verkehr (KV) ist die Spedition Bruhn aus Lübeck schon lange tätig. Ihre nicht KV-fähigen Kühlauflieger konnte sie bisher aber nicht auf die Schiene setzen. Das hat sich nun geändert. Bruhn hat ein erstes Kontingent von Trailern mithilfe des Systems Tomlift fit für den Terminalumschlag und den Transport auf der Schiene gemacht. Hinter dem System Tomlift steht das Unternehmen Transport Innovation aus Schöneck, das mit Bruhn einen Pilotkunden gewonnen hat. Kooperationspartner für Vertrieb und Montage des Systems Tomlift ist die Skandic Service Gesellschaft (SSG), ein Tochterunternehmen der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG).


Neue Greifkanten für die Trailer

Tomlift verzichtet auf Hilfsmittel wie Wannen oder Plattformen, um die Auflieger auf Waggons zu befördern und konzentriert sich stattdessen auf den Trailer. Dieser bekommt an jeder Seite zwei Greifkanten, an denen der Spreader des Portalkrans anpacken kann. Die Greifkanten sind mit Quertraversen am Boden verbunden, hinzu kommen stabile Halterungen an jeder Luftfederung. Ein Umklappen des Heckunterfahrschutzes ist nicht mehr erforderlich, wenn am Terminal moderne Taschenwagen stehen. Die technische Abnahme erfolgt durch die Prüforganisation Dekra in Frankfurt.

Spedition Thomaidis steht hinter dem System

Der Umbau schlägt mit 3.950 Euro pro Trailer zu Buche, wie voriges Jahr auf der Messe Transport Logistic zu erfahren war. Hinter dem Unternehmen Transport Innovation steht Georgios Thomaidis, der mit seinem Bruder Ioannis die Spedition Thomaidis in Frankfurt leitet, die sich als Kunde von Kombiverkehr ebenfalls stark im intermodalen Transport engagiert. Thomaidis hat die Umrüstlösung selbst entwickelt. Als er eine größere Anzahl an Trailern bestellen wollte, hatte der Hersteller Lieferengpässe. Der Spediteur machte aus der Not eine Tugend und überlegte, wie er statt neuer Auflieger zu kaufen seine alten auf die Schiene bringen könnte.

Spedition Bruhn mit Erprobungen zufrieden

Die Spedition Bruhn ist mit den ersten Erfahrungen Erprobungen der umgerüsteten Trailer im KV zufrieden. "Durch diese Nachrüstung können wir Bestandstrailer zukünftig flexibler im Markt einsetzen und durch den verschleißärmeren Bahneinsatz auch länger betreiben", sagt Bruhn-Fuhrparkmanager Philipp Buschendorff. Die SSG zeigt sich laut einer Mitteilung der LHG zuversichtlich, dass weitere Speditionen dem Beispiel von Bruhn folgen werden.

Matthias Rathmann, trans aktuell Chefredakteur

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rat

Datum

8. April 2016
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