Krone, Transporter Zoom

Krone: Die letzte Meile im Visier

Mit dem KEP-Shuttle präsentiert Krone seine erste Transporterlösung.

Krone ist bekannt für seine Transportlösungen im Trailersegment bis 30 Tonnen. Dass es auch ein paar Gewichtsklassen niedriger geht, beweist der Fahrzeugbauer aus Werlte mit seinem ersten KEP-Aufbau für die letzte Meile.

Der Krone KEP-Shuttle ist dabei kleine Überraschung – und das sogar im doppelten Sinne. Denn der Paketaufbau auf Transporterbasis ist nach Angaben des Unternehmens kein Neuling auf deutschen Straßen. Bereits 2010 entwickelte Krone den ersten Prototyp für den Paketdienstleister DHL. 2011 bis 2012 folgten zwei Nullserien bis Ende 2012 die ersten 100 Fahrzeuge den Feldversuch antraten. Bis heute seien rund 1.500 Fahrzeuge für den Paketdienstleister exklusiv gefertigt worden. Seit 2015 erfolgt der Aufbau des KEP-Koffers auf der aktuellen, sechsten Modellreihe des Iveco Daily.

Die Basis für den jetzt vorgestellten Krone KEP-Shuttle bildete allerdings noch das Fahrgestell eines Iveco Daily 35S11A/P der Fahrzeuggeneration 5 der eine Motorleistung von 78 kW/106 PS auf die single-bereifte Hinterachse bringt. Inklusive Kofferaufbau bringt es der KEP-Shuttle auf eine Gesamtlänge auf rund 7.200 mm. Die Lademaße des Fahrzeugs liegen dabei innen bei 4.300 mm Länge, rund 2.200 mm Breite und einer Höhe von rund 2.900 mm. Bei diesen Body-Maßen kommt der Krone-Iveco-Transporter auf ein zulässiges Gesamtgewicht von 3.500 kg – bei einer Nutzlast von 1.040 kg.

Markante Dachwölbung

Diese Nutzlast erreicht Krone durch einen gewichtsoptimierten Hybrid-Bodenrahmen aus Aluminium und Stahl in Kombination mit GFK-Seitenwandpaneelen, ausgeschäumt mit XPS-Hartschaum. Äußere Erkennungsmerkmale sind dabei zum einen das patentierte, nach oben gewölbte Dach, das nicht nur das Ablaufen von Regenwasser erleichtern, sondern auch die Bildung von Eisplatten verhindern soll. Zum anderen sind es die in die Seitenverkleidung integrierten Markierungsleuchten – die laut Krone beim Transport auf der letzten Meile zum Paketempfänger gerne einmal abgefahren werden.
Eine weitere Besonderheit bei der Lichttechnik ist die in den oberen Dachholm integrierte Bremsleuchte. Diese soll im dichten Stadtverkehr ebenfalls für mehr Sicherheit der Nachfolgenden Verkehrsteilnehmer sorgen. Gleiches gilt für das Zurücksetzen. Krone hat den KEP-Shuttle mit einer Rückfahrkamera inklusive Farbdisplay im Fahrerhaus ausgestattet. Das bietet dank der GFK-Dachhaube reichlich Platz, um aufrecht stehen zu können.

Alle Regale sind mit einer Airline-Zurrschienen

Von dort aus geht es durch eine nach DIN ISO 27956 (Ladungssicherungszertifikat für Paketzustellfahrzeuge) getestete Schiebetür direkt in den Ladeinnenraum. Die über Bewegungsmelder gesteuerte Innenbeleuchtung gibt dabei den Blick frei auf jede Menge Stauraum. Ablageflächen für Klemmbretter, Dokumente und ein Abstellplatz für eine Sackkarre gehört dabei zum guten Ton. Zudem gibt es bis zu vier Regalreihen – zwei fest-installierten antirutschbeschichtete Regalreihen auf der linken Kofferinnenseite und zwei Klappregalreihen auf der rechten, die bei Bedarf über einen Federmechanismus manuell entriegelt werden können. Alle Regale sind mit einem Gewicht von 80 kg/m belastbar. Zudem sind alle Regale mit einer Airline-Zurrschienen ausgestattet.

Entsprechende Pendants finden sich im Kofferboden, so dass bei Bedarf Transportgüter mit einer Zurrkraft von 400 Dekanewton gesichert werden können. Zur Paketauslieferung kann der Fahrer den Krone-Koffer entweder über eine auf der rechten Seite installierte Seitentüre verlassen oder über das mit einem Buzzer ausgestattete Heckportal, das sich nach Betätigung selbsttätig öffnet. So ausgestattet ist der Krone KEP-Shuttle für Transportaufgaben auf der letzten Meile bestens ausgestattet.

Knut Zimmer

Autor

Foto

K.Tschovikov

Datum

11. Dezember 2015
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