Kombiverkehr Frankfurt Zoom

Kombiverkehr: In sechs Tagen nach Asien

Der Kombi-Operateur Kombiverkehr bietet erstmals eine Verbindung in den benachbarten Kontinent an. Am 7. Oktober startet der erste Ganzzug von Frankfurt nach Pendik, einem Stadtteil Istanbuls auf der asiatischen Seite der türkischen Metropole.

Die Laufzeit beträgt sechs Tage. Drei Abfahrten pro Woche und Richtung sind ab Frankfurt via Ludwigshafen vorgesehen. "Das ist entsprechend der Nachfrage unserer Kunden die konsequente Ausweitung unseres Netzes", sagt Kombiverkehr-Geschäftsführer Robert Breuhahn gegenüber der Fachzeitschrift trans aktuell.

Neben dem Landweg nutzt Kombiverkehr auch den Seeweg

Kombiverkehr nutzt für die Fahrt nach Pendik neben dem Land- auch den Seeweg. Kunden können das Angebot inklusive Frachtfähre und Formulare als Komplettpaket buchen. Die Fähren starten im italienischen Triest ins adriatische Meer. Vorbei geht es am Balkan und Griechenland bis in die Türkei. Dort steuern die Fähren drei Städte beziehungsweise Stationen an – Tekirdag, Istanbul und schließlich Pendik.
Das dortige Terminal wurde 1996 errichtet, ist mehr als 100.000 Quadratmeter groß, umzäunt und videoüberwacht. Die Umschlagsanlage gehört der türkischen Reederei UN-Roro, die auch den Transport ab Triest übernimmt. Ihre Fähren starten dort sechsmal pro Woche. Auf der betreffenden Relation können Spediteure dank eines Vier-Meter-Profils auch Megatrailer und Jumbo-Wechselbrücken verladen.

Gleiches gilt für die neue Linie ins griechische Patras, die innerhalb von vier Tagen am Ziel ist. Kombiverkehr bringt sie nach gleichem Muster ebenfalls am 7. Oktober auf die Gleise. Unterschiedlich sind nur das Reiseziel und die Fähre ab Triest, die nicht durch UN-Roro, sondern durch die griechische Reederei Minoan Lines betrieben wird.
Spediteure mit Verkehren in die Türkei haben künftig die Wahl. Sie können bei Kombiverkehr zwischen der Kombination aus Schiene und Seeweg und dem reinen Bahntransport entscheiden. Denn auch weiterhin steht Interessenten die 2008 auf den Markt gebrachte Bahnverbindung von München über Liubljana ins Istanbuler Terminal Halkali zur Verfügung. Kombiverkehr bietet sie zusammen mit seinem slowenischen Partner Adria Kombi an. Der vertreibt sie als Bosporus-Europa-Express.

Matthias Rathmann, trans aktuell Chefredakteur

Autor

Foto

Jacek Bilski

Datum

25. September 2013
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