Kombiverkehr, Nacht Zoom

Kombiverkehr: Ab jetzt alles online

Beim Operateur Kombiverkehr lassen sich Verbindungen ab April nur noch im Web buchen.

Vom 1. April 2016 an – und das ist kein Aprilscherz – nimmt der Operateur Kombiverkehr nur noch Buchungen in digitaler Form an. Viele Großkunden haben sich ohnehin schon per Schnittstelle an das System der Frankfurter angekoppelt. Sie können so ihre Buchungen direkt über ihre eigene Speditionssoftware tätigen. Für alle anderen, etwa 500 an der Zahl, geht der Weg künftig anstatt über E-Mail oder Fax verpflichtend direkt über die Homepage von Kombiverkehr.


Online-Fahrplanauskunft

Online bieten sich dem Nutzer bei Kombiverkehr mittlerweile eine Vielzahl an Möglichkeiten. So kann er etwa innerhalb der Online-Fahrplanauskunft den Zeitpunkt beziehungsweise die Zeitspanne des Transports, das Start- und Zielterminal wählen sowie Angaben zum sogenannten Leitungsweg machen. Heißt nichts anderes, als dass hier entweder alle Verbindungen angezeigt werden, nur Direktzüge oder aber auch Routen, die als Gateway  über mehrere Terminals führen. "Anhand dieser Angaben lassen sich auch persönliche Fahrplanhefte in Form eines PDF erstellen. Diese enthalten alle Fahrpläne zu den gewünschten Verbindungen in verschiedenen, für die Disposition vorteilhaften Darstellungsformen", erklärt Christoph Büchner, stellvertretender Leiter Marketing, im Gespräch mit trans aktuell. Hinzu kommen beson­dere Hinweise zu den ausgewählten Relationen, die Disponenten frühzeitig kennen sollten.

Um die Flut an Fahrplandaten innerhalb des weitreichenden Kombiverkehr-Netzwerkes beherrschbar zu halten, kommt ein spezielles Datenformat zum Einsatz, das mit dem Hafas-System aus dem Hause Hacon kompatibel ist. Hacon hat sich auf IT-Lösungen für die Schiene spezialisiert. Ursprünglich kam die Anwendung im Personenverkehr der Deutschen Bahn zum Einsatz.

Enorme Informationsflut

Auch bei Kombiverkehr ist die Informationsflut enorm. Verknüpfungen aus den rund 800 erfassten Direktzügen ergeben in Kombination etwa 15.000 mögliche Verbindungen. "Von den Kunden nachgefragt werden davon regelmäßig etwa 4.000", sagt Büchner. Diese durch das System erzeugten Fahrplaninformationen bilden wiederum die Grundlage für die auswählbaren Verbindungen in der Online-Buchung.

Mit Blick auf den Datenschutz lässt Kombiverkehr innerhalb des neuen Systems bei jedem Kunden einen Supervisor benennen. Dieser erteilt bei sich im Unternehmen den Disponenten die entsprechenden Zugriffsrechte, um Buchungen per Internet vornehmen zu dürfen. Dieser Personenkreis kann dann mithilfe der standardisierten Oberfläche und teilweise vorbelegten Eingabefeldern die gewünschten Strecken direkt buchen beziehungsweise für häufiger benötigte Relationen auch Vorlagen anlegen.
Die Disponenten sehen stets alle Aufträge ihres Unternehmens und können diese entsprechend bearbeiten.

Hinweise von Kombiverkehr werden online angezeigt

Auch können Hinweise von Kombiverkehr zur Buchung oder weiteren Planung in der Online-Buchung angezeigt und als gelesen markiert werden. "Das ist einer von vielen  Zusatznutzen für unsere Kunden im Vergleich zur bisherigen analogen Buchung", sagt Elias Athanasoglou, Leiter Transportorganisation bei Kombiverkehr. Auch Transporte, die Kombiverkehr zu Teilen per Schiff oder Fähre vornehmen lässt, können in der Online-Buchung von Kombiverkehr erfassen werden. Nach dem Absenden der Buchung kann sich der Disponent die an Kombiverkehr übermittelten Daten als PDF anzeigen lassen. "Ändert sich im Laufe des Transports etwas am geplanten Ablauf, etwa durch eine Zeitverzögerung im Bahnbetrieb, erhält der Disponent eine entsprechende Rückmeldung im Sendungsverfolgungssystem Cesa", berichtet Athanasoglou.

Der entsprechende Auftrag wird in Cesar, dem Onlinesystem für Tracking und Tracing (Nachverfolgung) hervorgehoben. "Das geschieht allerdings erst dann, wenn es zu Verspätungen kommt, die die geplante Abholzeit infrage stellen", sagt Athanasoglou.
Für die aktive Kundeninformation bei Zugverspätungen per E-Mail nutzt Kombiverkehr seit rund drei Jahren ein eigenes System zur Zuglaufüberwachung. Hierbei galt es zunächst, die verschiedenen Leitsysteme zur Netzdisposition von einzelnen Eisenbahnverkehrsunternehmen mit den eigenen Soll-Fahrplanwerten zusammenzuführen. Auf diese Weise erhält Kombiverkehr die aktuelle Verkehrslage auf der Schiene in Echtzeit und kann Abweichungen vom Fahrplan entsprechend kommunizieren.

CO2 wird nach EN 16258 ausgewiesen

Zusätzlich zu den Informationen rund um mögliche und gerade laufende Transporte weist Kombiverkehr die CO2-Emissionen nach neuester europäischer Norm EN 16258 aus und darüber hinaus die Einsparung an Schadstoffen im Vergleich zum reinen Lkw-Transport. Ob Kohlendioxid, Stickoxid, Schwefeloxid oder Feinstaub – die Angabe zu den Emissionen ist für ein Reporting nochmals entsprechend untergliedert. Zukünftig soll eine Jahresbilanz die eingesparten Emissionen innerhalb des Kundenportals "mein Kombiverkehr" anzeigen. Gerade bei Ausschreibungen, die auch Umweltaspekte berücksichtigen, ist dies für Spediteure ein nützliches Hilfsmittel – und alles andere als ein Aprilscherz.

Portraits

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Kombiverkehr

Datum

17. März 2016
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