Alles über Handelslogistik Kongress
Zoom

Kodi Diskontläden: Onlineshop als Marketinginstrument

Eigentlich ist Kodi Diskontäden als Nahversorger bei Haushaltswaren angetreten. Der Onlineshop änderte nicht nur die Zielrichtung sondern auch die logistischen Prozesse.

Die Multichannel-Logistik ist bei Kodi Diskontläden mit Hauptsitz in Oberhausen zunehmend zum Thema geworden. Dabei versteht sich der Filialist eigentlich als Nahversorger für Non-Food Haushaltswaren. Diese reichen von Produkten fürs Kochen oder Backen aber auch zum Schenken und Dekorieren. Gestartet ist Kodi als Spin-off von der Supermarktkette Spar und hat mittlerweile 238 Filialen, hauptsächlich in Nordrhein-Westfalen (NRW) mit einem jährlichen Umsatz von 170 Millionen Euro.
Für Thomas Schwachenwalde, Bereichsleiter E-Commerce bei Kodi Diskontläden, hat der Online-Handel gleich mehrere Vorteile und Zielrichtungen. Neben dem zusätzlichen Absatzkanal. Er begreift ihn als zusätzliches Serviceelement für die Kunden – und auch als Marketinginstrument.  "Wir können uns auf diese Weise über die Grenzen von NRW hinaus bekannt machen", sagte Schwachenwalde.

Zunächst gab es allerdings einige Hürden in Sachen Personal, IT und bei den Prozessen sowie natürlich in der Logistik zu überwinden. Viele Zeit und Energie wurde vor allem in die Schulungen der Mitarbeiter gesteckt. "Eine Herausforderung war hier vor allem das Personal in den Filialen." Denn die hätten natürlich erst einmal Angst gehabt, dass ihnen Umsatz wegbricht. Das Gegenteil sei nun der Fall. Denn die Kunden können sich Produkte nicht nur nach Hause liefern lassen, sondern auch zur Ansicht an die Filiale. "Zudem nutzen viele Kunden den Service, dass sie eine Retoure ebenfalls bei der Filiale abgeben." Denn der Kunde nehme Kodi selbstverständlich als ein Unternehmen wahr.
Um das zu ermöglichen, musste zunächst das ERP-System angepasst werden.

Online-Shop fungiert wie eine eigene Filiale

Der Onlineshop wird nun wie eine eigene Filiale behandelt. Doch bis das erste Paket verschickt wurde gingen rund eineinhalb Jahre ins Land. Denn bislang wurden die Filialen einmal pro Woche beliefert. Einzelkommissionierungen gab nicht. "Dazu mussten wir sozusagen ein Just-in-time-Lager für Online ins Leben rufen", berichtete Schwachenwalde. Dazu brauche es vor allem eines: Platz für die Einzelkommissionierung. Nun hat Kodi rund 2.500 Artikel im Sortiment. Online ist das bislang noch nicht möglich, laut Schwachenwalde  aber auf jeden Fall das Ziel. Eine weitere Herausforderung: Kodi lebt vom Aktionsgeschäft. Daher bleibt mittlerweile immer ein Teil der Ware im Zentrallager, um den Onlineshop bedienen zu können.
 

Portraits

Autor

Foto

Kodi

Datum

23. März 2015
5 4 3 2 1 0 5 0
Kommentare
Kostenloser Newsletter
Newsletter Small

+++ Tests +++
+++ News +++

Und immer bequem und kostenlos per E-Mail.