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Knorr-Bremse auf der IAA: Autonomes Fahren und neue Scheibenbremse

Der Systemlieferant Knorr-Bremse rückt auf der IAA in Hannover Fahrassistenten und autonomes Fahren in den Fokus.

"Die IAA wird von den Möglichkeiten rund um das automatisierte Fahren und die Telematik geprägt sein", sagt Dr. Peter Laier, Vorstand bei Knorr-Bremse und verantwortlich für den Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge. "Nach vielen Jahren, in denen es in unseren Märkten vor allem um Sicherheit und Kraftstoffeffizienz ging, halten damit auch neue Innovationstreiber Einzug in unsere Branche. Hier können wir mit unserer Systemkompetenz punkten. Wir zeigen das mit unserem neuen Abbiegeassistenten und vor allem mit einem Fahrzeug, das abseits öffentlicher Straßen autonom fahren kann." Die Botschaft sei klar: Knorr-Bremse werde den Weg zum automatisierten Fahren aktiv mitgestalten.

Lkw fährt selbständig an die Rampe

Knorr-Bremse zeigt dementsprechend einen vollautomatisiert fahrenden Lkw, der selbständig zur Verladerampe fährt. Laut Knorr-Bremse nutzt das Fahrzeug Sensoren zur Umfelderkennung. Dank einer intelligenten Vernetzung von Brems-, Antriebs- und Lenkungssteuerung stoppe der Lkw selbständig bei Gefahr und rangiere zielgenau an der Rampe. Dies verhindere Bagatellschäden und spare Zeit. Zudem helfe das System auch, die Lenkzeiten des Fahrers im Blick zu behalten. Während der Lkw rangiert, könne der Fahrer seine Ruhezeit nehmen oder andere Aufgaben erledigen. Über eine App kann der Fahrer laut Knorr-Bremse die "Autonomous Yard Maneuvering"-Funktion überwachen und muss erst wieder ans Steuer, wenn der Lkw das Betriebsgelände verlässt. 

Ebenfalls auf Umfelderkennung setzt ein Abbiegeassistent für Lkw von Knorr-Bremse. Dieser soll Unfälle an innerstädtischen Kreuzungen reduzieren, indem er mit einer Kombination aus Kameras und Radar den Seitenraum des Lkw überwacht. Im Notfall warnt der Assistent den Fahrer vor einer potenziellen Kollision. 

Neue Hardware: Bremsensteuerung und Scheibenbremse

Neben Funktionen zum automatisierten Fahren hat Knorr-Bremse in Hannover auch neue Hardware im Gepäck. Die neue Bremsensteuerung GSBC (Global Scalable Brake Control) ist demnach je nach Kundenspezifikation individuell skalierbar. So bilde sie eine ideale Basis für kommende Stufen der Fahrerassistenz und des automatisierten Fahrens. Weiter seien Beschleunigungs- und Drehratensensoren integriert. Dank der neuen Systemarchitektur benötige GSBC deutlich weniger Komponenten, was Bauraum und Gewicht sowie den Installationsaufwand reduziert. Je nach Markt und Kunde könne die Steuerungssoftware von einfacher ABS-Funktion bis hin zu komplexen EBS-Applikationen skaliert werden. 

Ein weiteres Novum auf dem Stand (Halle 17, A30): Knorr-Bremse zeigt seine neue Scheibenbremsengeneration für schwere Lkw. Bei der neuen Generation namens Synact habe man dank des Designs, der inneren Mechanik und eines verbesserten Materialmixes das Leistungsgewicht optimiert. Im Vergleich zur aktuellen Serienbremse SN7 habe man das verfügbare Bremsmoment um elf Prozent gesteigert, gleichzeitig aber das Gewicht um rund zehn Prozent gesenkt. Setze der Kunde die Synact-Bremse in einer 4x2 Sattelzugmaschine ein, summiere sich der Gewichtsvorteil auf 16 Kilogramm. Zu den Gewichtsvorteilen komme auch eine Verbesserung der Betriebskosten. Ein neuer Nachstellmechanismus stelle sicher, dass sich das Lüftspiel über die gesamte Lebensdauer in einem engen Toleranzband bewegt, um Belagverschleiß und Restschleifmoment zu minimieren. Weiter sei die Synact für die Integration von neuen Sensoren und Aktuatoren vorbereitet, die für das automatisierte Fahren oder auch zustandsbasierte Wartung nötig seien. 

Ford Transit Custom

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Knorr-Bremse

Datum

19. August 2016
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